Berlin : Trübe Aussichten

Zu Wochenbeginn wird es wärmer – für wenige Tage

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In gut einer Woche, am 21. März, beginnt der Frühling – dem Kalender nach. Doch von warmen Tagen mit blauem Himmel und Sonnenschein ist in Berlin und Brandenburg nichts zu spüren. Auch am heutigen Sonntag wird es mit drei, vier Grad und Schneeschauern noch einmal kaltes Winterwetter geben, prognostiziert Thomas Globig vom privaten Wetterdienst Meteomedia. Zwar sollen die Temperaturen zu Wochenbeginn auf bis zu zehn Grad steigen. Doch so wird es nicht bleiben. „Am kommenden Wochenende könnte es schon wieder Kälte und Schnee geben“, sagte Globig gestern.

Damit endet der Winter anders, als er sich in seinem bisherigen Verlauf zeigte: Dezember und Januar waren durchweg zu mild, „der gesamte Winter war rund 1,4 Grad wärmer als im statistischen Mittel“. Daran konnte auch der kältere Februar nichts ändern. Pünktlich zum Finale der drei meteorologischen Wintermonate am 28. Februar gab es dann den kältesten Tag: minus elf Grad in Dahlem, minus vierzehn am Stadtrand. Am 2. März wurde die höchste Schneedecke in der Stadt gemessen: 19 Zentimeter türmten sich in Dahlem auf. In Potsdam war es auf dem Telegrafenberg sogar noch ein Zentimeter mehr. Da wurden Erinnerungen wach an den Jahreswechsel 1995/1996, einen der kältesten Winter, als der Boden in Berlin und Brandenburg bis zu einem Meter tief gefroren war. „Noch Mitte April saß der Frost damals in der Erde“, erinnert sich Meteorologe Globig. In den Jahren danach war es nur im vergangenen Winter kälter als im Durchschnitt: um genau ein Grad. Dafür herrschten am kommenden Dienstag vor einem Jahr schon beinahe 20 Grad.

Dass in diesem Jahr einige Meteorologen bereits im Januar erklärt haben, das Gröbste sei nun vorbei – und sich damit täuschten –, erklärt Globig mit der begrenzten Prognosedauer der Wettermodelle. „Eigentlich kann man Entwicklungen nie länger als sieben, acht Tage vorhersagen.“ So hatten die Meteorologen beispielsweise Mitte Januar prognostiziert, es werde kühler – das sei aber allenfalls vorübergehend. Und dann kam er also doch noch, der Winter. kög

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