Berlin : Tschüss Max

Klaus Kurpjuweit

verabschiedet sich von einem sympathischen Maulwurf Ihn hatten alle lieb. Bundesweit wurde der Berliner zum Vorbild. Und das als Mitarbeiter der Bahn. Nun ja, gearbeitet hat er ja nicht selbst. Und er ist auch „nur“ ein Maskottchen. Mit ihm als Sympathieträger warb die Bahn bei ihren Fahrgästen erfolgreich um Verständnis, wenn der Betrieb wegen Bauarbeiten eingeschränkt werden musste. Sogar ein eigenes Heftchen zu den bevorstehenden Arbeiten – und Einschränkungen – durfte er Woche für Woche herausgeben, das gratis auf den Bahnhöfen und an den Schaltern verteilt worden ist. Doch nun darf Max, der Maulwurf, nicht mehr aus der Erde. Die Bahn stellt die Herausgabe ihrer schriftlichen „Bauinfos für Bahnfahrer“ ein. Zu gering sei die Nachfrage gewesen. Und zu hoch waren die Kosten für die Bahn, die das Heft schon einmal vor zwei Jahren einstellen wollte. Doch damals hatte Max zugebissen und die Kostenrechner dazu gebracht, doch möglichst viele Fahrgäste auf einfachem Weg über die Bauarbeiten zu informieren. Jetzt schiebt die Bahn ihren Maulwurf ab – Informationen gebe es auch im Internet, im Videotext und an den Kundentelefonen des Regionalverkehrs und der S-Bahn. Und Max schuftet ja auch weiter – auf Plakaten, falls die Bahn wenigstens dafür noch Geld locker macht. Denn die Bahn baut noch einiges – und da kann Max noch viel helfen.

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