Berlin : Tüdelü

Bernd Matthies

sorgt sich um die Zuverlässigkeit des Feuerwehr-Notrufs Berlins heißeste Telefonnummer steht vor einer interessanten Belastungsprobe: Der Computer übernimmt die 112. Alles soll schneller, besser, effektiver werden, heißt es. Immerhin werden auch weiterhin Menschen für den ersten Kontakt zuständig sein, und so bleibt zu hoffen, dass die Automatisierung nicht zu weit getrieben wird: „Willkommen beim Notrufsystem der Berliner Feuerwehr. Wollen Sie einen Brand melden, wählen Sie die Eins. Haben Sie einen medizinischen Notfall, drücken sie die Zwei. Wollen sie persönlich mit einem Berater verbunden werden, wählen Sie die Drei...“ Feuerwerksmusik, tüdelü, „bitte haben Sie noch einen Moment Geduld.“ So wird es, hoffentlich, nicht. Aber was soll der Computer tun? Wird er automatisch fünf Löschzüge schicken, wenn ein Anrufer sagt: „Huch, um mich herum steht alles in Flammen“? Beim Stichwort „Katze in Gefahr“ kühl abwinken? Wir sind gespannt. Und freuen uns, dass der Notruf nicht gleich von einem Call-Center in Kalkutta übernommen wird (s. Seite 15).

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