Berlin : Tunnelsanierung in Schulzendorf: Streit um Umleitung

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Im Bezirk wächst der Widerstand gegen die drohende Verkehrsbelastung Heiligensees während der Sanierung des Autobahntunnels in Schulzendorf. Nach dem Bezirksamt fordert jetzt auch die SPD-Fraktion der BVV die Öffnung der Ruppiner Chaussee als Umleitungsstrecke. Bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sieht man dazu jedoch nach Prüfung der Rechtslage keine Möglichkeit. In den 80er Jahren hatte es lange Auseinandersetzungen um die Befahrung des betreffenden Teilstücks der Straße gegeben.

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Während offiziell keine Umgehungsstrecke festgelegt werden soll, wird eine erhebliche Zunahme des Fahrzeugverkehrs auf der Schulzendorfer und der Heiligenseestraße befürchtet. Da die Ruppiner Chaussee schon jetzt von der Polizei in Notfällen zeitlich begrenzt für den allgemeinen Autoverkehr geöffnet werden kann, sei dies auch während der Bauarbeiten möglich, so SPD-Fraktionschef Wolfgang Brennecke. Im Tunnel soll während der Sanierung je eine Richtungsfahrbahn für den Schwerlastverkehr offen bleiben. Bereits in Brandenburg könnten Hinweistafeln die Lastwagenfahrer zur Umfahrung der Route auffordern. Eine generelle Öffnung der Ruppiner Chaussee lehnen die Sozialdemokraten weiterhin ab.

Baustadtrat Michael Wegner (CDU) sagte, für 500 000 Mark könne die Fahrbahn so hergerichtet werden, dass später auch BVG und Radfahrer davon profitieren. Im Gegensatz zur Senatsverwaltung vertritt er die Auffassung, dass dies nicht dem seinerzeit vor dem Verwaltungsgericht geschlossenen Vergleich entgegensteht. Morgen wird sich auch die Bezirksverordnetenversammlung mit der Problematik befassen.

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