U-Bahn Berlin : U2-Ansagen: Ablösung verzögert sich

Ganz normale Berliner sollten zu Wochenbeginn die Ansagen in der U2 übernehmen, doch die Promi-Stimmen von Hallervorden, Zander und Co. sind immer noch aktiv.

Lea Albring
Sonderzug nach Pankow. Viele sind genervt von den Promi-Ansagen. Frank Zander sagt, er habe gerne an der Aktion teilgenommen.
Sonderzug nach Pankow. Viele sind genervt von den Promi-Ansagen. Frank Zander sagt, er habe gerne an der Aktion teilgenommen.Foto: Paul Zinken/dpa

Kerstin aus Neukölln, Lars aus Wilmersdorf oder Tuncay aus Charlottenburg – ganz normale Berliner sollten zu Wochenbeginn die Ansagen in der U2 übernehmen und die Promi-Stimmen von Hallervorden, Zander und Co. ablösen. Für viele Fahrgäste waren die Aufheiterungsversuche bekannter Showgrößen ohnehin nur noch schwer zu ertragen.

Umso größer die Enttäuschung, als am Montag immer noch die Promi-Ansagen liefen, zumindest in einigen Zügen der U-Bahn-Linie 2. Die Umstellung von Promi auf Normalo erfolgt in Etappen. Der Großteil der Züge fuhr zwar mit den neu eingespielten Ansagen aus den Depots und die frischen Stimmen liefen wie geplant vom Band. Wegen des durchgehenden Wochenendverkehrs konnten aber nicht alle Bahnen rechtzeitig zu Betriebsbeginn mit der neuen Software bestückt werden, sagte BVG-Sprecher Markus Falkner. 90 Prozent der Züge seien inzwischen mit den neuen Ansagen ausgestattet. Die restlichen zehn Prozent würden in den nächsten Tagen folgen.

Liegt die Software erst mal auf dem Bordcomputer, kann der Zugführer sie mit einem Code freischalten, und die Ansagen ertönen an ihren Stationen. Ausnahmen sind sogenannte „linienfremde“ Züge, die gelegentlich zum Einsatz kommen können. Hier ist dann die konventionelle Ansage zu hören.

Die zweite Runde der von BVG und Radio Berlin 88,8 gemeinsam gestarteten Aktion „Mach mal ne Ansage“ dauert noch bis zum 31. März.

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