Berlin : Über die Brücke

Werner van Bebber

begleitet den Regierenden gedanklich nach Potsdam So ein Einheitsfeiertag ist eigentlich ganz nett. Bei allem Gerede über West-Ost-Unterschiede und Ungerechtigkeiten überwiegt inzwischen das Gemeinsamkeitsgefühl. Die Feier in Potsdam hat den einreisenden Politgrößen aus der Hauptstadt mal wieder gezeigt, wie stilvoll man auch in etwas kleiner geratenen Hauptstädten feiern kann. Was sie wohl gedacht haben, die Vormänner der deutschen Sozialdemokratie, als sie da im Potsdamer Dom Einheit feierten? Politiker denken ja immer eher an morgen als an heute oder gar an gestern. Klaus Wowereit hat vielleicht wieder einmal über die Aufgaben einer großen Koalition im Bund nachgedacht. Das tut er öfter in jüngster Zeit. Vor ein paar Tagen sagte er, besonders wichtig sei eine Reform des Föderalismus. Da hat er wohl Recht. Eigentlich könnte er bei dem Projekt auch daheim wieder mehr Druck machen: Da war doch mal was zwischen Berlin und Potsdam. Die Länderfusion ist aber nicht mehr im Gespräch. Das wäre wohl ein bisschen zu viel der Einheit.

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