ÜBER DIE GESUNDHEIT DER BERLINER : Chronische Krankheiten können tödlich sein

BASISBERICHT

Der 300-seitige Bericht zum Gesundheitszustand der Berliner erscheint jährlich und ist im Internet unter http://www.berlin.de/sen/statistik/gessoz/gesundheit/basis.html abrufbar.

VOLKSKRANKHEITEN

In Deutschland leiden aktuell 42 % der Frauen und 35 % der Männer an mindestens einer chronischen Krankheit wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Krebs. Sie verringern die Lebenserwartung: Drei Viertel aller Todesfälle entfallen darauf. In Berlin verursachen chronische Krankheiten 54 Prozent aller Todesfälle bei unter 65-jährigen Männern und 64 Prozent bei unter 65-jährigen Frauen.

STERBLICHKEIT

Für Frauen aus Mitte (154 Gestorbene je 100 000), Neukölln und Spandau (142 bzw. 141) wurde im Zeitraum 2009/11 die höchste vorzeitige Sterblichkeit in Berlin ermittelt. Männliche Personen aus Mitte hatten mit 302 Gestorbenen je 100 000 ebenfalls die höchste vorzeitige Mortalität. Die wenigsten Berliner starben in Charlottenburg/Wilmersdorf und Steglitz/Zehlendorf. Die vorzeitige Sterberate steht in engem Zusammenhang mit der Sozialstruktur. Niedriges Bildungsniveau, hohe Arbeitslosenquote, ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund sind dem Bericht zufolge in Bezirken mit hoher Sterberate deutlich häufiger anzutreffen als in Bezirken mit „guten sozioökonomischen Parametern“, wie es heißt.

KREBS

2011 wurden 59 000 Berliner wegen Krebs behandelt. Jede dritte Krebserkrankung ist auf Rauchen, ungesunde Ernährung, Übergewicht und Alkoholmissbrauch zurückzuführen. Die meisten Berliner starben in Tempelhof-Schöneberg, die wenigsten in Treptow-Köpenick an Lungenkrebs.

SCHÜLER UND DROGEN

Berliner Schüler trinken und rauchen deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt. Sie konsumieren aber deutlich mehr Cannabis als Jugendliche in anderen Bundesländern. sib

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