Universität der Künste : Däne Olafur Eliasson will neue Akzente setzen

Ab 1. April wird der dänische Künstler Olafur Eliasson seine Professur an der Universität der Künste antreten. In seinem Institut wird Eliasson 15 Studenten betreuen. Dabei strebt er eine ambitionierte Vernetzung mit anderen Wissenschaften an.

Olafur Eliasson
Eine fachübergreifende Ausbildung plant der Däne Olafur Eliasson. -Foto: dpa

BerlinDer Däne Olafur Eliasson will mit einer fachübergreifenden künstlerischen Ausbildung an der Universität der Künste Berlin (UdK) neue Akzente setzen. Er sei überzeugt, dass sich die Kunst noch vielfältiger und produktiver in die Gesellschaft einbringen und auseinandersetzen müsse, sagte Eliasson am Freitag zur Vorstellung seines neuen Studios. Der 41-Jährige, der jüngst mit vier künstlichen Wasserfällen in New York für Aufsehen sorgte, werde am 1. April 2009 seine Professur in Berlin antreten, sagte der Senator für Bildung Wissenschaft und Forschung Jürgen Zöllner (SPD). Berlin unterstütze das Projekt von 2009 bis 2011 mit einer Millionen Euro aus dem Masterplan "Wissen schafft Berlins Zukunft."

Das UdK-Projekt ist auf fünf Jahre ausgelegt. Eliasson, der seit 1994 in Berlin und Kopenhagen lebt, wird in seinem Institut in einer ehemaligen Brauerei 15 Studenten betreuen. Neben experimentellen Arbeiten in kleinen Werkstätten strebt er eine Vernetzung mit Architektur, Human- und Naturwissenschaften an. Er will international renommierte Gastdozenten in sein Institut holen, die Studenten aber auch in seine eigene künstlerische Arbeit und die seines Studios einbinden. Geplant sind öffentliche Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen im In- und Ausland.

Die Neuberufung Eliassons sei Teil der seit einigen Jahren laufenden Umstrukturierungen und des Generationswechsels an der Fakultät Bildende Kunst, sagte Dekanin Ana Dimke. Das Lehrkonzept von Eliasson werde wissenschaftlich begleitet. Die Universität der Künste habe auch die Aufgabe "vorzudenken", wie zeitgemäße künstlerische Ausbildung in Zukunft gestaltet werden müsse. (ut/dpa)

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