Berlin : Universität in Golm soll besser an Berlin angebunden werden

Potsdam -Lob und Tadel für die Bahn und ihr neues Stadtbahn-Konzept, das ab Dezember 2011 verwirklicht werden soll und in dieser Woche vorgestellt wurde.

Zwar müssen demnach Potsdam und Berlins Süden auf die neue Stadtbahn ein Jahr länger warten – wegen der bevorstehenden Bauarbeiten an der Bahnstrecke Wannsee-Charlottenburg. Nach deren Ende soll Golm aber halbstündlich an die Berliner City angebunden sein, Potsdams Hauptbahnhof sogar im Viertelstundentakt. Golm ist einer der großen Potsdamer Uni-Standorte.

Kritik gab es hingegen an der Linienführung zum Großflughafen in Schönefeld. Die RB 22 soll aus Golm kommend die Bahnhöfe Pirschheide, Caputh und Michendorf auslassen und sofort nach Saarmund einschwenken. Die Umlandorte werden über die RB 23 an den Potsdamer Hauptbahnhof angebunden, von da aus fahren dann Züge zum BBI. Damit sind die Gemeinden nicht einverstanden und protestierten. Zumindest Michendorf mit seinen Anschlüssen nach Belzig und Dessau möchte bei der Schnellverbindung zum BBI berücksichtigt werden.

Auch die Verbindung Potsdam-Golm-Spandau gab zu Kritik Anlass. In Wustermark umsteigen zu müssen, sei eine Zumutung. Verkehrsplaner fragten, warum nicht der RB 21, der jetzt in Wustermark endet, bis Spandau weitergeführt werde. Der RB 13 zwischen Wustermark und Spandau könnte dann entfallen. Der Bahnhof Spandau, der laut Bahn an der Grenze seiner Leitungsfähigkeit ist, werde dadurch nicht stärker belastet. Ralf Jäkel, Stadtverordneter der Linken, mahnte zudem an, System in den Halt des RE 1 an den Bahnhöfen Charlottenhof und Sanssouci zu bringen. Dass sie mal hielten und dann wieder nicht, verunsichere die Nutzer enorm. PNN

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