Berlin : Unterm Rad

Gerd Nowakowski

wundert sich über ruhebedürftige Bezirksverordnete Liebe Riesenrad-Gegner unter Kreuzbergs Bezirksverordneten, nichts für ungut. Aber wir wollten da mal was anmerken. Wir leben hier in einer größeren Gemeinde, manche sprechen gar von Metropole. Da kann es schon mal zu einem großstadttypischen Verkehrsgeschehen kommen. Und die Zeiten, als dies quasi naturwüchsig durch die Mauer in Kreuzberg reguliert wurde, sind vorbei. Das Argument, durch ein Riesenrad entstünde zusätzlicher und damit nicht hinzunehmender Verkehr, scheint diesen Hinweis nötig zu machen. Schade, dass uns das nicht vor dem Bau des Potsdamer Platzes eingefallen ist. Die Tourismus-Vermarkter sollten freilich sofort mit dem Unsinn aufhören, Reisende nach Berlin zu holen. Das Jüdische Museum in Kreuzberg mit jährlich hunderttausenden Besuchern muss schnellstens an den Stadtrand, wg. Verkehrsvermeidung. Wär’ doch gelacht, wenn Kreuzberg beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ nicht ganz weit vorne landet.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben