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Unwetter in Berlin : Der Sturm geht Montagnacht weiter

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor weiteren Sturmböen in der Nacht von Montag auf Dienstag. Erwartet werden Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. Von Dienstag bis Donnerstag tobt Orkantief "Niklas" über Berlin.

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Eine umgestürzte Weide hat in Berlin-Tempelhof einen Wohnwagen unter sich begraben. Ein Sturmtief ist in der Nacht zum Montag über Deutschland gefegt.
Eine umgestürzte Weide hat in Berlin-Tempelhof einen Wohnwagen unter sich begraben. Ein Sturmtief ist in der Nacht zum Montag über...Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Karwoche wird stürmisch - das sagt der Deutsche Wetterdienst. Er hatte die Wetterwarnung für Berlin von der Nacht bis Montagabend um 19 Uhr verlängert. Das sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel. Erwartet werden Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. Laut Polizei gibt es auch für den Abend eine Wetterwarnung - von 19 bis 22 Uhr.

In der Nacht zu Montag ging es schon windig los mit bis zu 90 Stundenkilometer schnellen Böen. Seit Mitternacht ist die Feuerwehr zu 67 Einsätzen wegen Sturmschäden ausgerückt, Tendenz sinkend.

Der Sturm legte unter anderem den Fernverkehr lahm: Im Raum Rathenow stürzte um kurz vor ein Uhr ein Baum auf die Gleise. Ein heranfahrender Güterzug prallte gegen den Baum, der Fahrer wurde leicht verletzt. Weil Zug und Baum die Strecke blockierten und weil der Baum auch die Oberleitungen beschädigt hatte, blieb die Strecke mehrere Stunden lang gesperrt. Erst um 5.20 Uhr beziehungsweise um kurz nach sechs Uhr wurden die beiden Gleise wieder freigegeben.

Wegen der Störung mussten zwischenzeitlich die Züge nach Wolfsburg über Stendal umgeleitet werden. Die ICE-Strecke nach Hamburg war nicht betroffen, sagte ein Bahnsprecher, ebenso wie die Berliner S-Bahn.

Bis Mittwoch soll es stürmisch bleiben

Dafür war der Straßenverkehr Opfer des Sturms: Schäden haben zu einer Totalsperre der Silbersteinstraße in Neukölln geführt. Sie war in beiden Richtungen zwischen Herrmannstraße und Hertastraße nicht befahrbar.

Auch die weiteren Aussichten für die Woche sind nicht schön: Der Wind wird wohl die ganze Woche dominieren, aber vor allem bis zum Mittwoch soll es stürmisch bleiben (stürmisch ist definiert mit Windspitzen ab 60 Stundenkilometern). Für den Dienstagmorgen rechnet der Wetterdienst wieder mit einer Sturmwarnung. Ansonsten kommt es häufig zu Regen- und Graupelschauern. Auch Schneeschauer sind dabei, vor allem in der zweiten Wochenhälfte, in der es deutlich kälter wird.

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