Berlin : Unzählige Hobbyläufer versuchten ihr Glück, unter ihnen das Tagesspiegel-Leserteam

uko

Nicht nur die Spitzenkönner haben es geschafft. Auch viele Hobbyläufer kamen durch, darunter Tagesspiegel-"Serienheld" Vincent Dornbusch und das Tagesspiegel-Leserteam. Dornbusch erlebte den Berlin-Marathon so:

"Drei Stunden und 45 Minuten - mit der neuen Bestzeit wurde es nichts. Ich war 13 Minuten langsamer als im letzten Jahr. Allerdings war mir das auch nicht so wichtig, es war schön, wieder bei dem Spektakel dabei zu sein. Und darüber, das in meiner Heimatstadt Berlin ein neuer Weltrekord gelaufen wurde, habe ich mich natürlich ganz besonders gefreut.

Bis Kilometer 28 lief es für mich eigentlich recht ordentlich. Kurz bevor ich den Innsbrucker Platz erreicht hatte, setzte dann der Regen ein. Eine angenehme Kühlung, ich fühlte mich gut in Form. Fünf Kilometer weiter war es dann aber mit der Herrlichkeit vorbei. Das Schreckgespenst eines jeden Marathonläufers erwischte mich ziemlich hart, ausgerechnet am "Kap der guten Hoffnung" (Unter den Eichen): "Die Mauer", also der Punkt wo der Körper alle Kohlehydrate verbraucht hat und auf Fettverbrennung umsteigt. Ich musste das Tempo herausnehmen, erst am "Wilden Eber" hat mich eine Samba-Band aus der Krise getrommelt.

Als ich das Ziel dann erreicht hatte, war ich doch glücklich - trotz verpasster Bestzeit - und freute mich auf das Weizenbier danach. Schließlich hatte ich meinen Freunden eine Menge zu erzählen, denn dieser Marathon war für mich ein ganz besonderer, eben wegen der Serie im Tagesspiegel. "Da vorne ist der Dornbusch" oder "Wie läuft es denn so, Herr Dornbusch?", bekam ich ein ums andere Mal auf der Strecke zu hören. Vorzugsweise übrigens von jungen Damen."



Tagesspiegel-Team: Alle im Ziel

"Die Mitglieder des Teams sind ein sehr gutes Rennen gelaufen", lobte Betreuer Bernd Hübner nach dem Berlin-Marathon seine Truppe. "Alle haben bessere Resultate erzielt als bei den letzten Läufen." Marathon-Neuling Bernd-Rolf Dräger war ebenfalls sehr zufrieden. "Ein wunderbares Erlebnis", sagte der Wilmersdorfer Rechtsanwalt, der die Strecke in 4 Stunden, 10 Minuten absolviert hat. "Das war bestimmt nicht mein letzter Marathon." Und Hübner hat mit einer Zeit von 2:58:43 sein Ziel erreicht, unter drei Stunden zu bleiben. "Schade nur, dass mir mein Kleiderbeutel abhanden gekommen ist", sagte der ansonsten überglückliche 52-Jährige - in den Socken der Gattin und einem geborgten, zu großen Trainingsanzug.

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