Berlin : URSACHE + SYMPTOME

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Papst Johannes Paul II. gehörte zu den prominenten Opfern, auch der Schauspieler Michael J. Fox leidet darunter: der ParkinsonKrankheit. Beschrieben wurde die so genannte Schüttellähmung erstmals 1817 von dem englischen Arzt James Parkinson . Sie entsteht schleichend. Frühzeichen können Schmerzen im Nacken, Rücken, Arm oder Bein sein. Öfter gehen Depressionen voraus.

Das erste eindeutige Symptom ist meist das Zittern einer Hand. Später kommen Steifheit und Ungeschicklichkeit hinzu. Zunächst werden die feinen Bewegungen eingeschränkt, wie Zähne putzen, dann auch Gehen und Stehen. Der Grund liegt im Gehirn. In einem Hirnkern namens „Substantia nigra“ ( Schwarze Substanz ), der wiederum ein Teil der Basalganglien ist, die an der Steuerung von Bewegungen beteiligt sind, gehen Stück für Stück die Nervenzellen zu Grunde. Die Neuronen dort schütten eigentlich den Botenstoff Dopamin aus. Der Abbau der Zellen führt dann aber dazu, dass im Gehirn Dopamin fehlt. Hier setzen die Medikamente an, insbesondere „ L-Dopa “. L-Dopa besteht aus einer Vorläufersubstanz, die im Gehirn in Dopamin verwandelt wird, um so den fehlenden Botenstoff zu ersetzen. Damit gelingt es aber nur, die Symptome zu bekämpfen, nicht die Ursache, die weiterhin unklar ist. Einerseits spielen die Gene eine Rolle. Auf der anderen Seite könnten bestimmte Gifte zur Krankheit beitragen – doch ob das so ist, wird derzeit noch erforscht. Der größte Risikofaktor von Parkinson ist das Alter: Die Erkrankung beginnt meist erst ab dem 50. Lebensjahr , nur selten früher . In Deutschland sind etwa 0,1 bis 0,3 Prozent der Bevölkerung betroffen. bas

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