Verdacht wegen Untreue : Verfahren gegen Lageso-Chef Allert eingestellt

Lageso-Chef Franz Allert wurde falsches Handeln bei der Vergabe von Flüchtlingsheimen vorgeworfen.

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Franz Allert, Chef des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales Foto: Fabiana Zander/ Repetto
Franz Allert, Chef des Berliner Landesamtes für Gesundheit und SozialesFoto: Fabiana Zander/ Repetto

Das Verfahren gegen den langjährigen Chef des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso), Franz Allert, und acht Mitarbeiter ist eingestellt worden. Zuerst hatte die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Neues Deutschland“ berichtet. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr lang wegen Untreueverdachts ermittelt.

Die Beamten prüften, inwiefern der Stadt Berlin bei der Vergabe von Flüchtlingsheimen finanzieller Schaden entstanden sein könnte – der frühere Sozialsenator Mario Czaja (CDU) hatte massenhafte Schäden stets verneint. Hintergrund der Ermittlungen ist ein von Czaja in Auftrag gegebener Wirtschaftsprüferbericht von 2015, der feststellte, dass „Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit“ wohl tangiert worden seien.

Czaja hatte Allert nach dem Bericht der Prüfer die Zuständigkeit für die Heime entzogen. Später gab Allert sein Amt auf. Rund ein Jahr danach kehrte wieder auf den Posten zurück.

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