VBB : Wettbewerb im Regionalverkehr bringt Einsparungen

Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg spart durch die Neuvergabe von Streckenlizenzen ab 2011 50 Millionen Euro pro Jahr. Die Einsparungen sollen für mehr Service und zusätzliche Züge eingesetzt werden.

BerlinNach der Ausschreibung von Leistungen im regionalen Schienenverkehr erwartet der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erhebliche Kostensenkungen. Das Ziel einer Einsparung von mindestens 30 Millionen Euro pro Jahr werde durch das Vergabeverfahren "Netz Stadtbahn" mehr als erreicht, teilte eine Sprecherin am Montag in Berlin mit. Eine endgültige Wertung der Angebote stehe allerdings noch aus.

Bei dem Vergabeverfahren handelt es sich um die bundesweit größte Ausschreibung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Es geht um ein Auftragsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro und 22 Millionen Zugkilometer. Das entspricht rund der Hälfte des gesamten SPNV in der Region. Ab Ende 2011 sollen die Gewinner des Vergabeverfahrens den Betrieb auf 16 ausgeschriebenen Strecken aufnehmen.

Neue Fahrzeuge und verbesserte Taktzeiten

Der Wettbewerb bringt nach VBB-Angaben auch mehr Qualität für die Fahrgäste. Auf allen Linien würden neue Fahrzeuge oder Waggons mit neuer Innenausstattung eingesetzt. Verbesserungen gebe es auch bei den Taktzeiten auf einigen Linien. Das gelte unter anderem für die Verbindung zwischen Potsdam und dem Universitätsstandort Golm. Auf der Strecke Frankfurt (Oder) - Cottbus sollten sechs zusätzliche Expresszüge eingesetzt werden.

Durch das voraussichtlich sehr gute wirtschaftliche Ergebnis in dem Wettbewerb können den Angaben zufolge auch zusätzliche Angebote finanziert werden. So könne die in der Ausschreibung enthaltene Option zusätzlicher Züge zwischen Potsdam und Berlin umgesetzt werden. Zudem könne für mehr Sicherheit und Service die Zahl der Zugbegleiter erhöht werden.

Nach einem Bericht der "Märkischen Oderzeitung" vom Montag bringt die Ausschreibung Einsparungen von 50 Millionen Euro im Jahr. Für etwa zwei Drittel der Strecken werde voraussichtlich die Deutsche Bahn AG den Zuschlag erhalten. Das gelte auch für die wichtige Linie RE1 von Eisenhüttenstadt über Berlin nach Magdeburg. Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) könne unter anderem mit einem Zuschlag für die Strecke Cottbus-Rathenow rechnen. (jz/ddp)

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