Berlin : Verkehrsbetriebe folgen Strieder-Vorschlag zur Preissenkung nicht

kt

Bei den Preisen für Bahn- und Busfahrten bleiben die Verkehrsbetriebe hart. Für die heutige Aufsichtsratssitzung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) haben sie beantragt, die Tarife zum 1. Juni zu erhöhen. Nicht gefolgt sind sie damit dem Appell von Verkehrssenator Peter Strieder (SPD), die Preise zumindest für Monats- und Jahreskarten zu senken.

So sollen die Preise für die Standard-Monatskarten im Stadtgebiet (AB-Tarif) von 99 Mark auf künftig 104 Mark steigen. Der BC-Bereich soll statt 105 Mark dann 109 Mark kosten und das ABC-Gebiet statt 120 Mark künftig 130 Mark. Für die Jahreskarten werden in der Regel zehn Monatsraten berechnet. Teurer werden sollen auch die Tageskarten, für die im AB- und BC-Bereich statt 7,80 Mark dann 8,50 Mark fällig werden. Im ABC-Gebiet soll der Preis von 8,50 Mark auf 9,90 Mark klettern. Der Einzelfahrschein im ABC-Bereich verteuert sich von 4,20 Mark auf 4,50 Mark, während das AB-Einzelticket weiter 3,90 Mark kosten soll.

Die BVG will den Preis der Monatskarten nicht senken, weil sie bei der Nutzung annimmt, dass jeder Käufer im Durchschnitt monatlich 60 Fahrten mit diesen Karten zurücklegt, die zudem übertragbar sind. So kostet die Einzelfahrt rechnerisch 1,65 Mark. Dies ist den Verkehrsbetrieben zu wenig.

Andere Städte waren in der Vergangenheit den "Strieder-Weg" gegangen und hatten die Preise für Stammkunden gesenkt. Danach war meist nicht nur die Zahl der Fahrgäste gestiegen, sondern am Ende hatten sich auch die Einnahmen erhöht.

Zur heutigen VBB-Aufsichtsratssitzung ist auch eine Demonstration zur Einführung eines Arbeitslosentickets zum Preis von 45 Mark angekündigt, das nicht im Tarif-Programm enthalten ist. Das Abgeordnetenhaus hat zwar die Wiedereinführung gefordert, Zuschüsse dafür gibt es aber nicht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben