Berlin : Verkehrspläne zur WM sind noch unklar

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176 Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft „schwimmen“ die Planer in einigen Bereichen noch erheblich, wie Hartmut Reupke, WM-Verantwortlicher bei der BVG jetzt sagte. So steht noch immer nicht fest, ob es ein besonderes WM-Ticket für den Nahverkehr geben wird. Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hat sich dafür ausgesprochen, die BVG wartet auf nähere Erläuterungen und die S-Bahn lehnt ein solches Ticket, das billiger als die Stammangebote sein sollte, ab. Es gebe bereits „bewährte Angebote“ wie die Tageskarten sowie die speziell für Touristen konzipierte Welcome- und Citytour-Card, sagte S-Bahn-Marketing-Leiter Wilfried Kramer.

Bauchschmerzen bereitet den Planern auch der Straßenverkehr. Die BVG könne hier erst loslegen, wenn das Verkehrskonzept feststehe, sagte Reupke. Die Stadtentwicklungsverwaltung will im Frühjahr so weit sein. Wenn dann feststeht, welche Straßen gesperrt oder vielleicht zu Einbahnstraßen werden, oder wo Busspuren aufgehoben werden, beginne auch die Feinplanung der BVG, so Reupke. Dabei zeichnet sich bereits ab, dass die Tauentzienstraße und der Kurfürstendamm doch nicht für die Dauer der WM für ein Straßenfest gesperrt werden, wie es das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf geplant hat.

So gut wie abgeschlossen sind dagegen die Planungen für den Schienenverkehr. Die S-Bahn fährt während der Weltmeisterschaft auf den wichtigsten Strecken rund um die Uhr; nachts in der Innenstadt alle 15 und auf den Außenstrecken alle 30 Minuten. Dafür gibt es kein Extra-Geld vom Senat; die S-Bahn erwartet aber auch 300 000 zusätzliche Kunden täglich. Die U-Bahn fährt an die Spieltagen ohne Pause. Dabei reizen die Verkehrsbetriebe ihre Reserven voll aus. du-/kt

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