Berlin : Verwirrte Frau tötete Bekannten mit Messerstich

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Eine 40-jährige, offenbar psychisch stark gestörte Frau ist am Sonntag festgenommen worden, weil sie ihren 51 Jahre alten Bekannten mit einem Messerstich getötet haben soll. Wann die Tat geschah, war zunächst unklar. Die Frau soll zumindest seit mehreren Tagen neben der bereits im Verwesungsstadium befindlichen Leiche in einer kleinen Wohnung in der Moabiter Stromstraße gelebt haben. In der Nacht zu Sonntag rief sie den Notruf und bat auf Englisch um Hilfe. Als eine Funkstreife eintraf, fanden die Beamten die Leiche des Pakistaners, die offen in der Wohnung lag. Nach Polizeiangaben soll es bereits stark gerochen haben. Eine Sofortobduktion ergab, dass der Mann mit einem Messerstich in den Oberkörper getötet worden war. Eine genauere Obduktion soll den Tattag bestimmen.

Die Frau gestand bei der 3. Mordkommission das Verbrechen. Sie soll heute von einem Haftrichter in die Psychiatrie eingewiesen werden. Die Frau sei unzurechnungsfähig, hieß es. In welchem Verhältnis der Pakistaner und die aus England stammende Frau standen, ist unklar.

Es war nicht das erste Mal, dass in Berlin ein Mensch neben einer verwesten Leiche lebte. 2003 wurde ein Mann festgenommen, der zwei Jahre die Rente seines Freundes kassiert hatte, der eines natürlichen Todes gestorben war. Die Leiche lag in einer mit Klebeband abgedichteten Kammer der Friedrichshainer Wohnung. 1998 war eine in einen Teppich gewickelte Leiche in Marzahn gefunden worden. Der 44-Jährige war von seiner Frau getötet worden. Sie hatte mit ihrem siebenjährigen Sohn weiter in der Wohnung gelebt. Ha

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