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Volksbühne Berlin : Das "Räuberrad" geht auf Reisen - und wird saniert

Das Rad soll mit dem Volksbühnen-Ensemble zuerst nach Avignon. Beim Abbau aber hapert es noch.

Der Versuch, das Rad abzumontieren
Der Versuch, das Rad abzumontierenFoto: Tsp/Lars von Törne

Am "Räuberrad" vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz haben am Mittwochabend überraschend die Abbauarbeiten begonnen. Kurz nach Beginn der Vorstellung der Castorf-Inszenierung "Die Kabale der Scheinheiligen" fuhren Lastwagen und ein Schwertransporter mit Kranaufsatz vor, Arbeiter sperrten das Areal um das Rad ab und begannen mit dem Abbau. Sie stießen dabei auf unerwartete Schwierigkeiten, befürchteten, das Rad zu beschädigen. Gegen 21.30 Uhr wurde die Aktion vorerst abgebrochen.

Aus der Senatskulturverwaltung kam parallel die Mitteilung, dass am Mittwoch eine Einigung zur Zukunft des Rades erzielt worden sei. Sie erfolgte unter Federführung von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) zwischen den Erben des Künstlers Bert Neumann und der Intendanz der Volksbühne.

Demnach begleitet das Rad zunächst, gemeinsam mit den Erben des Künstlers, die Volksbühne zu ihrem Gastspiel in Avignon und wird dort aufgestellt. Nach der Rückkehr wird das Rad für die Dauer eines Jahres saniert, auf Kosten des Landes. Danach wird das Rad am selben Standort wiedererrichtet, "insofern sich die drei Parteien nicht auf einen anderen, würdigen Standort einigen".

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