Berlin : Vom Zirkuszelt zum Millionen-Bauwerk

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„Tempodrom beantragte Konkurs“: Dies berichtete der Tagesspiegel bereits am 12. März 1981 – Zahlungsschwierigkeiten gab es schon öfter. Das Tempodrom begann einst am 1. Mai 1980 als alternativer Zirkus namens „Themzirk“ auf dem Gelände des ehemaligen Potsdamer Bahnhofs in Tiergarten – begründet von einer Künstlergruppe um die ehemalige Krankenschwester Irene Moessinger, die ihr Erbe von 500 000 Mark investierte. Auf der Bühne: Musiker, Artisten, aber auch Hausbesetzer und andere Aktivisten. Unter anderem infolge von Klagen aus der Nachbarschaft wegen Lärms zog der AlternativBetrieb 1984 in den Tiergarten nahe der Kongresshalle um. Unzählige Gäste kamen, etwa zu den „Heimatklängen“. Nach der Wende sollte das Tempodrom zunächst nach Treptow, dann eröffnete der 30-Millionen-Euro-Neubau am 8. Dezember 2001 am Anhalter Bahnhof. 1981 übrigens halfen dem Tempodrom noch 55 000 Mark Senatszuschuss aus der Patsche. kög

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