Berlin : Von Bienen und Blüten

Comiczeichner Flix hat sich in die Stadt verliebt

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Der Berliner Sommer, eine Liebe, eine Lüge – der junge Autor und Zeichner Flix alias Felix Göhrmann braucht nur wenige Zutaten, um daraus eine hintersinnige, komische und für einen Comic bemerkenswert reflektierte Geschichte zu stricken. Dass er ein Meister der autobiografisch geprägten Situationskomik mit Tiefgang ist, hat der Wahlberliner bereits in zwei Comicerzählungen und einer Cartoonsammlung gezeigt. In seinem neuen Buch „Mädchen“ setzt der 30-Jährige, der auch für den Tagesspiegel zeichnet, seine Stilmittel erneut gekonnt ein. Zwei ineinander verschachtelte Geschichten von Trennung und Neuanfang geben den Handlungsfaden für eine Liebesgeschichte mit Hindernissen, das sommerlich idyllische Berlin bildet dafür den perfekten Rahmen.

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Flix beschreibt die Stadt mit lockerer Hand und Selbstironie als großen Garten, in dem er als seine eigene Hauptfigur wie eine Biene von Blume zu Blume schwebt. Die Verwicklungen nach der Begegnung mit einer Frau breitet er vor dem Hintergrund der Stadtkulisse aus und nimmt seine männlichen Marotten gekonnt selbst auf den Arm. Mit gutem Gespür für Tempo, Struktur und Pointen beschreibt der studierte Kommunikationsdesigner die Gefühle seines gezeichneten Alter Ego. Nebenbei gibt das Buch einen hübschen Einblick in das Lebensgefühl der 20- bis 30-Jährigen, für die Berlin ein Spielplatz ist: Eine Stadt, in der das Leben davon geprägt ist, dass man zufällig jemanden trifft – „und dann ist alles anders“. lvt

Flix: Mädchen. Carlsen-Verlag, Hamburg. 124 Seiten, schwarz-weiße Zeichnungen, 10 Euro. Der Zeichner im Internet.: www.der-flix.de

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