Berlin : Von Tag zu Tag: Karneval der Kulturen

Stephan Wiehler

Die Berliner Ausländerbeauftragte warnt: Die Lektüre dieser Glosse kann bestehende Vorurteile gegen Angehörige ausländischer Minderheiten verstärken.

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Asche auf unser Haupt, aber trotzdem: Nach der Devise "Wehret den Anfängen" können wir diese Geschichte unmöglich unter den Teppich kehren an diesem Aschermittwoch. Ein verstörter Vater hat uns von einem schockierenden Fall von frühkindlichem Ausländerextremismus berichtet. Seine kleine Tochter Martha freute sich gestern auf eine fröhliche Faschingsfeier in einer Kreuzberger Kita. Das Mädchen hatte sich als Ballerina verkleidet, als der Vater es am Morgen in die Obhut der Kita-Betreuerin übergab. Die Erzieherin, eine Deutsche, die selbst mit einem Türken verheiratet ist, begrüßte die beiden. Sie war als "türkische Oma" kostümiert und lachte: "Ich sehe aus wie meine Schwiegermutter."

Doch plötzlich verdüsterte ein türkischer Junge die Multi-Kulti-Heiterkeit. Der kleine Racker war im olivgrünen Tarnanzug angetreten, einen schwarzen Vollbart um den Mund gemalt und eine kindgroße M 16-Sturmgewehr-Kopie im Anschlag. "Ich will nicht, dass er mich erschießt", sagte Martha. "Ich wollte ihn nicht nach Hause schicken", entschuldigte die Betreuerin den Kampfpimpf, "was kann der denn Junge dafür, dass ihn die Eltern so gehen lassen." In Zukunft will der Vater vorbereitet sein. "Wenn der Junge zum nächsten Fasching einen Chinaböller-Gürtel trägt und als Selbstmordattentäter kommt, schicke ich meine Tochter als Rotkreuz-Schwester in die Kita."

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