Von Tag zu Tag : Teure Sicherheit

Klaus Kurpjuweit ist besorgt wegen des Spareifers bei der BVG

Sicher, sparen musste auch die BVG. Allzu üppig war sie jahrelang ausgestattet, beim Personal und bei den Fahrzeugen. Leider ist sie beim Sparen aber auch gelegentlich übers Ziel hinausgeschossen. Um den Personalbestand zu senken, ließ das Unternehmen, gelockt durch hohe Abfindungen, auch so viele Fahrer gehen, dass es heute zu wenig von ihnen gibt. Auch bei den Fahrzeugen ist ein Stand erreicht worden, der gerade noch ausreicht, um den normalen Betrieb zu bewältigen. Gewiss ist es unwirtschaftlich, zu viele Reserven zu halten. Dass es jetzt aber nicht einmal mehr dafür reicht, etwas mehr Verkehr als Ersatz für die ausfallenden S-Bahn-Züge anzubieten, ist doch bedenklich.

Beruhigend aber ist wenigstens, dass die Bahnen und Busse der BVG gut durch den Winter kommen; massenweise Ausfälle hat es bisher nicht gegeben. Wenigstens bei der Wartung – und damit auch bei der Sicherheit – hat die BVG wohl nicht gespart. Und das unterscheidet sie von der S-Bahn. Bei der Sicherheit ist das Geld gut angelegt. Und so muss es auch bleiben. Sparen um jeden Preis kann sehr teuer werden. Die S-Bahn hat’s erfahren. Und das reicht! (Seite 10)

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