Von Tag zu Tag : Tücken des roten Teppichs

Jessica Schwarz hatte auf dem roten Teppich Probleme mit der Elektrizität. Da sollte sie den neuen "Spider-Man"-Film meiden oder sich mit Gummisohlen schützen.

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Der durchschnittliche Kinobesucher, der sich dem roten Teppich gemeinhin nur bis zum Absperrgitter nähern darf, neigt dazu, das Geschehen dahinter zu idealisieren: dieser Glanz, dieser Glamour! Von den Tücken des Teppichs ahnt er nichts, die die Celebrities dort fast in den Wahnsinn treiben können. Zum Beispiel Jessica Schwarz, für die die Verleihung des Deutschen Filmpreises 2013 im Friedrichstadt-Palast der reine Horror gewesen sein muss, wie sie der Nachrichtenagentur dpa jetzt verriet: „Mein Kleid hatte sich elektrisch aufgeladen und ist mir den kompletten Teppich ständig die Beine hochgekrabbelt. Ich habe dann irgendwann, noch auf dem roten Teppich, verzweifelt versucht, mit einem Haarspray unter meinem Kleid das Ganze wieder zum Fallen zu bringen. Es war eine Katastrophe.“

Das glaubt man der armen Frau Schwarz aufs Wort, doch kann es immer noch schlimmer kommen, sind sogar Situationen vorstellbar, die nicht nur elektrisieren, sondern einem Stromschlag gleichkommen. Sollte also Jessica Schwarz mit dem Gedanken spielen, die „Spider-Man 2 – Rise of Electro“-Premiere am Dienstag im Sony-Center zu besuchen, ist ihr dringend zu Schuhwerk mit dicken Gummisohlen zu raten. Das sieht vielleicht nicht so gut aus, isoliert aber gegen eventuelle Hochspannungsattacken durch Electro, diesen fiesen Gegner von Spider-Man.

Gespielt wird Electro von Jamie Foxx, der wie Spider-Man-Darsteller Andrew Garfield auf dem roten Teppich erwartet wird, aber ein ganz anderes Problem mit sich herumschleppt: Er gruselt sich vor Spinnen. „Ich kann die Dinger nicht ausstehen“, bekannte er bei der Londoner Weltpremiere. Aber Gewöhnungseffekte wirken oft Wunder. Wir empfehlen den Besuch des Berliner Zoo-Aquariums, dritter Stock: Krabbeltiere in Hülle und Fülle.

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