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Gerd Nowakowski glaubt, dass der Kinderschutz an der Senatorin krankt

Gerd Nowakowski

Der Kinderschutz bewegt die Stadt; mit der Hotline Kinderschutz hat Berlin einen wichtigen Schritt gemacht. Die Debatte hat auch zu einem Bewusstseinswandel beigetragen: Häufiger äußern Berliner nun ihren Verdacht, in der Nachbarschaft könne es Verwahrlosung oder Misshandlung geben. Vieles ist in Bewegung gekommen, doch ausgerechnet die Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher bremst. Sie wird für die rot-rote Koalition zum Problem, weil sie ihre Verwaltung nicht im Griff hat, es nicht schafft, freie Stellen zu besetzen oder abstimmungsfähige Richtlinien zu erarbeiten. Jetzt verrechnet sich die Senatorin auch noch bei den Stellen, die zur Verfügung stehen. Seit ihrer Wahl ist Lompscher nicht als politisches Talent aufgefallen. Sie hat nur bewiesen, dass sie stur ihre Vorhaben durchzieht, ohne auf Kritik einzugehen – sei es bei der Umweltzone oder beim Nichtraucherschutz. Das kann man ärgerlich nennen. Beim Kinderschutz aber geht es um mehr: um den Schutz von Kindern. Eine überforderte Senatorin wird da zum Risiko. (Seite 10)

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