Berlin : Vor lauter Angst aus dem Fenster gesprungen

Frau flüchtete vor Lebensgefährten Polizei setzte Pfefferspray ein

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Offenbar besinnungslos vor Wut hat ein 40-jähriger Mann am Dienstagabend in Spandau im Streit auf seine 34 Jahre alte Lebensgefährtin eingeprügelt. Als er auch noch die Wohnungstür absperrte, sprang die Frau offenbar aus Verzweiflung aus dem Schlafzimmerfenster der gemeinsamen Wohnung im zweiten Stock. Wodurch der Streit ausgelöst wurde, ist nicht bekannt. Beide Partner waren betrunken.

Die Frau verletzte sich bei dem Sprung in die Tiefe schwer. Der Mann kümmerte sich offenbar nicht um die auf der Straße liegende Frau, sondern kam erst dazu, als sie bereits von den Besatzungen eines Rettungs- und eines Notarztwagens versorgt wurde, und wollte weiter auf die Verletzte einschlagen. Die Männer der Feuerwehr konnten ihn zwar der Polizei übergeben, aber er randalierte trotz einer stark blutenden Verletzung, die er sich in der Wohnung zugezogen hatte. Erst nachdem die Beamten Pfefferspray eingesetzt hatten, konnte der Tobende schließlich überwältigt werden.

Für die Frau besteht keine Lebensgefahr, sie zog sich bei dem Sturz aus dem zweiten Stockwerk allerdings mehrere Knochenbrüche zu, darunter auch Verletzungen an der Wirbelsäule. Sie kam in ein Krankenhaus. Gegenüber der Polizei verweigerte sie allerdings die Aussage und sagte, sie sei mit dem Mann verlobt. Dieser ist bei der Polizei kein Unbekannter. Wegen Körperverletzung und Bedrohung wurde bereits gegen ihn ermittelt, nicht aber wegen häuslicher Gewalt, teilte ein Polizeisprecher mit.

Die Berliner Polizei hat bei vielen Fällen häuslicher Gewalt festgestellt, dass die Mehrzahl der Opfer keine Anzeige gegen den prügelnden Partner erstattet. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in Berlin 5000 Fälle häuslicher Gewalt bekannt, gegen fast 300 Männer sprach die Polizei einen Platzverweis aus, das heißt, sie mussten für mehrere Tage ihre Wohnung verlassen und durften nicht in die Nähe ihrer Frau.weso

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