Berlin : Vorerst keine Ruheräume für Beamte SPD-Antrag in City West nach Diskussion vertagt

In der City West wird es wohl keine Ruheräume für einen kurzen Mittagsschlaf der Verwaltungsbeamten geben – oder höchstens einen Modellversuch dazu. Der SPD-Politiker Holger Wuttig aus Charlottenburg-Wilmersdorf hatte das „Power Napping“ im Juli in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beantragt (wir berichteten). Die Nickerchen seien in den USA und Asien weit verbreitet und steigerten die Leistungsfähigkeit. Der Antrag machte bundesweit Schlagzeilen. Doch im BVV-Ausschuss für Bürgerdienste und Personal zeichnete sich gestern eine Mehrheit dagegen ab.

„Wir brauchen das nicht, weil es kein Großraumbüro gibt“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Sibylle Centgraf. „In kleinen Büros kann man sich leichter ausruhen.“ Besser sei es sowieso, „an die frische Luft zu gehen“. Die CDU-Verordnete Marion-Ise Halten-Bartels fand, bei Bedarf könnten Beamte in Pausenräumen „Isomatten auslegen“. Solche Räume gibt es bisher aber nur in den Bürgerämtern und beim Ordnungsamt. Lange wurde diskutiert, ob es „Ruheräume“, „Sozialräume“ oder „Funktionsräume“ heißen sollte. Die CDU bevorzugt die letzteren zwei Namen, die verschiedene Nutzungen beinhalten könnten. Am Ende wurde das Thema vertagt.CD

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