Berlin : Vorwürfe gegen früheren Staatssekretär

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Die Staatsanwaltschaft hat gestern im Zuge eines Ermittlungsverfahrens Unterlagen in den Geschäftsräumen des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC sowie des Entsorgungsunternehmens Alba im brandenburgischen Velten (Oberhavel) Unterlagen sichergestellt. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, gestern Abend auf Anfrage bestätigte, ging es den Ermittlern um Unterlagen zur Vergabe von Freikarten für Fußballspiele und Musikkonzerte im Olympiastadion sowie für Spiele des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin. Grunwald bestätigte auch, dass sich das Verfahren gegen einen früheren Berliner Staatssekretär richtete, gegen den wegen des Verdachts der Vorteilsnahme und Vorteilsgewährung ermittelt wird. Den Namen nannte er nicht.

Wie der Tagesspiegel erfuhr, handelt es sich dabei um den früheren SPD-Staatssekretär und heutigen Vorstand der Wohnungsgesellschaft Degewo, Frank Bielka. Die Ermittler sollen im Zusammenhang mit einem Verfahren gegen Bielka wegen Untreue beim Verkauf eines Bürogebäudes in Adlershof vor eineinhalb Jahren auf die belastenden Unterlagen für das jetzige Verfahren gestoßen sein.

Frank Bielka sagte dem Tagesspiegel dazu gestern Nacht auf Anfrage, er habe „natürlich als Staatssekretär Einladungen wahrgenommen wie viele andere auch“. „Ich habe die Veranstaltungen stets genutzt, um die Stadt zu repräsentieren und Kontakte zu pflegen“, sagte Bielka. Deshalb sehe er an seinem Verhalten nichts Ehrenrühriges und verstehe die Vorwürfe nicht. ist/das/kög

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