• Wahlkampf: Roter Teppich für Grünen: Cem Özdemir soll als zweiter Spitzenkandidat antreten

Berlin : Wahlkampf: Roter Teppich für Grünen: Cem Özdemir soll als zweiter Spitzenkandidat antreten

Barbara Junge

Zum Thema Online Spezial:
Berlin vor der Wahl Wie gut, dass es die Tradition der Grünen Doppelspitze gibt. Auf die nämlich besannen sich jetzt "grüne und grün-nahe Menschen" in Prenzlauer Berg und haben die Wählerinitiative "ProCem" ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir soll Spitzenkandidat neben der Fraktionsvorsitzenden Sibyll Klotz werden. Özdemir soll "im zu erwartenden Medienwahlkampf zwischen Klaus Wowereit, Gregor Gysi und Kalten Kriegern den grünen Inhalten zu ihrem Recht zu verhelfen". Er soll außerdem die "Antikorruptionskompetenz" stärken. Und Multikulti ins alternative Licht rücken. Damit das grüne Wählerspektrum "von Multikulti bis Multimedia, von Kreuz- bis Schöneberg, von Mitte bis Marzahn" reicht.

Am Dienstag beschloss bereits der Kreisverband Pankow, Weißensee, Prenzlauer Berg, der Landesverband solle Cem Özdemir für den zweiten Listenplatz einladen. Angeboten wird ihm die Kandidatur um das Direktmandat in Prenzlauer Berg Süd. Im Landesverband jedoch stößt die Initiative auf wenig Gegenliebe. Parteisprecherin Regina Michalik hält diese Aktion für vergeblich. Özdemir sei ein attraktiver Vorschlag gewesen, er stehe jedoch jetzt nicht mehr zur Verfügung. Trotz aller Sympathie für Özdemir sehen auch die grünen Realos ein Problem in seiner Kandidatur: Für einen Wechsel in die Landespolitik müsste man ihm etwas mehr anbieten als ein Abgeordnetenhausmandat - ein sicheres Senatorenamt etwa. Nach der Quote ist bei den Männern aber schon Wolfgang Wieland gesetzt, der jetzige Justizsenator. Cem Özdemir selbst freut sich über das Angebot aus Berlin - lehnt es aber ab. "Ich kandidiere in Baden-Württemberg für den Bundestag."

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