Warnstreik : Volle Mülltonnen und dreckige Straßen

Die Streiks gehen weiter: Die Angestellten der Stadtreinigung und der Wasserbetriebe legen am Dienstag die Arbeit nieder. Die Leerung der Mülltonnen verzögert sich.

BerlinAm Dienstag bleiben die Mülltonnen voll. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu Warnstreiks auf. Wie die Gewerkschaft mitteilte, werden die Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) und der Berliner Wasserbetriebe (BWB) ganztägig die Arbeit niederlegen. Geplant ist unter anderem eine Demonstration vom Roten Rathaus zum Molkenmarkt. BSR und BWB haben jeweils rund 5500 Beschäftigte.

Am Streiktag werden laut Verdi weder Restmüll- noch Biogut-Tonnen geleert. Somit würden sich die Abholtage jeweils um einen Tag verschieben. Abfallanlieferung bei Recyclinghöfen oder Annahmestellen sei wegen des Warnstreiks ebenfalls nicht möglich. Auch Straßenreinigungsarbeiten sollen ausgesetzt werden.

Unterstützung durch Beschäftigte in Senatsverwaltung

Unterstützt wird der Warnstreik nach Gewerkschaftsangaben durch Beschäftigte der Senatsverwaltungen, der Arbeitsagentur und der Rentenversicherung, die damit auf ihren parallel laufenden Tarifstreit mit dem Berliner Senat hinweisen wollen, sagte ein Sprecher.

Ebenfalls die Arbeit niederlegen sollen rund 480 Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA) Berlin, Brandenburg und Eberswalde. Sämtliche Schleusenanlagen in Berlin und Brandenburg werden in der Zeit von 6 Uhr bis 13 Uhr bestreikt.

Forderung: Mindestens 200 Euro mehr

In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam treten nach Verdi-Angaben mindestens 1000 Beschäftigte aus vielen Ämtern in den zeitweiligen Ausstand. Weitere Aktionen in Kreisverwaltungen soll es unter anderem in Schwedt, Eberswalde, Königs Wusterhausen, Zeuthen, Cottbus, Herzberg, Senftenberg, Forst, Guben und Spremberg geben.

Verdi fordert für die 1,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber ein Plus von monatlich 200 Euro. (tbe/ddp)

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