Berlin : Was Europa und die USA verbindet

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Für den, der sich in Berlin über den Gedankenaustausch zwischen Europa und den USA informieren will, ist die American Academy immer eine gute Adresse. So war das Publikumsinteresse groß, als der amerikanische Botschafter, William Ro bert Timken , und der deutsche Botschafter in Großbritannien, Wolfgang Ischin ger , über Wirtschaftsleben und Diplomatie vor dem Hintergrund der transatlantischen Beziehungen sprachen.

Akademiedirektor Garry Smith erinnerte an den zeitgeschichtlichen Bezug des Dialogs: Die Anschläge vom 11. September 2001 und den Irakkrieg. Timken, von Hause aus ja Industrieller, lobte den Wert der engen Verflechtungen zwischen beiden Wirtschaftsräumen – Unternehmen, die im jeweils anderen Land Arbeitsplätze schaffen, seien die besten Botschafter. Ischinger, vor seiner Londoner Verwendung Deutschlands Stimme am Potomac, hob mehr auf die Politik ab. Zu den transatlantischen Abstimmungsprozessen gebe es keine Alternative, die gemeinsamen Werte müssten auch in Zeiten der Terrorbekämpfung ihre Bedeutung behalten. Beide Seiten hätten begriffen, dass man sich zunächst konsultieren müsse und dann erst entscheiden dürfe. Moderator Michael Backfisch vom Handelsblatt wies darauf hin, dass die Wirtschaftsbeziehungen auch in Krisenzeiten der Diplomatie immer eine funktionierende Handlungsebene geboten hätten. Unter den diskussionsfreudigen Gästen waren Michael Blu menthal , der Direktor des Jüdischen Museums, Ernst Cramer , Vorstandsvorsitzender der Axel-Springer-Stiftung, Ägyptens Botschafter Mohamed Al-Orabi , die Historiker Arnulf Baring und Heinrich Au gust Winkler , Deidre Berger vom American Jewish Committee sowie die ehemaligen Botschafter John Kornblum für die amerikanische und Jörg Kastl und Bern hard von der Planitz für die deutsche Seite.apz

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