Berlin : Was machen Sie denn am Plattenteller, Herr Eden?

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DIE AKTUELLE FRAGE

Rolf Eden (73) gilt als dienstältester Playboy der Stadt. Vor einem Jahr verkaufte er seine Disco „Big Eden“, jetzt kehrt er ins Nachtleben zurück – als Discjockey bei der heutigen „Schönen Party“ (Kalkscheune, Johannistraße 2, ab 21 Uhr, Eintritt 8 Euro). Lars von Törne sprach mit ihm darüber.

Was darf man von Ihnen als DJ erwarten?

Die guten, alten Sachen aus den 70er und 80er Jahren. Alles, was Stimmung macht. Zum Beispiel „Hey Barberina“, „Balla Balla“ – na, eben alles, wo man mitsingen und mitklatschen kann.

Bringen Sie Ihre eigene Plattensammlung mit?

Klar. Und ein paar selbst gesungene Sachen. „When the Saints“ zum Beispiel, „Geld ist nicht wichtig“ oder „Partygeil“, den Riesenhit, den ich zusammen mit Andy Moore aufgenommen habe. Da machen wir ein bisschen Stimmung, ein bisschen Ballermann.

Spielen Sie denn zwischendurch auch mal Zeitgenössisches?

Ach, das geht doch nicht um Zeitgenössisches hier, sondern um Stimmung machen. Ansonsten bin ich ein ganz großer Anhänger von Jazz. Coltrane, Armstrong, Glenn Miller und solchen Sachen.

Wo haben Sie Ihre DJ-Erfahrung gesammelt?

In meinen eigenen Läden. Da habe ich immer den Plattenteller übernommen, wenn ich merkte, der DJ schläft gleich ein. Ich war ja früher Sänger und Pianist, da habe ich gelernt, dass es nicht darum geht, ob das Kunst ist, was man den Leuten bietet, sondern es soll Stimmung machen.

Was machen Sie denn ansonsten, seitdem Sie im letzten Jahr Ihre Disco verkauft haben?

Ich habe viel zu tun. Ich besitze Häuser, die verwalte ich. Ich mache Fernsehtalkshows. Und ich habe eine CD aufgenommen, mit deutschen HipHop-Songs. Die kommt hoffentlich noch vor Weihnachten in die Läden.

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