Berlin : Was macht der Hund im Wintergarten?

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Die ehemalige Berliner und Hamburger Justizsenatorin Lore Maria PeschelGutzeit war bisher nicht dafür bekannt, sich ein X für ein U vormachen zu lassen. Bis zum Donnerstagabend. Da ließ sich die Premieren-Stammbesucherin im Wintergarten Varieté in der Pause von „Tandem“ höchst interessiert etwas vormachen – Pausen-Magier Ully Loup gab ihr eine Extra-Vorführung von Kartentricks. Der Bildhauer Karsten Klingbeil fand es dagegen nicht so toll, einen Goldfisch ins Glas gezaubert zu bekommen. „Das arme Vieh“, sagte der Tierfreund, steckte der Fisch doch vorher bei dem Zauberer halb betäubt im Trocknen. Nicht das einzige Tierische, was am Premierenabend die Gäste zu sehen bekamen – unter ihnen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Grünen-Parteichef Reinhard Bütikofer , erstmals auch der österreichische Botschafter Christian Prosl und Stammpublikum von Sandra Pabst über Regina Ziegler bis zu Brigitte Grothum und Ulrich Meyer . „Dingo“ wollten am Abend alle streicheln, und als höflicher „Franzose“ ließ er es auch geduldig über sich ergehen. Der schneeweiße kanadische Schäferhund kam aus Frankreich in die Potsdamer Straße. Hier turnt sein Herrchen Reynald mit Partner Daniel bis zum 4. Mai auf einem Stuhl im Wintergarten herum. Dessen Geschäftsführer Georg Strecker turnte zur „Tandem“-Premiere auch. Vom Bartresen herab freute er sich über das neue Programm seines premierenfeierabstinenten Regisseurs Bernhard Paul und gab dann den Häppchen freien Lauf. Die ließ sich in einer Ecke auch Markschiess van Trix schmecken, ein alter Varieté- und Zirkushase aus Ost-Berlin. Im Parkett hatte er einen Artisten erkannt, der 1942 noch im alten Wintergarten auf der Bühne stand, später oft in Las Vegas – Frances Brunn. Der über 80-jährige Jongleur tritt sogar noch mit einer Show auf, wusste van Trix zu berichten, unlängst erst im bekannten Tigerpalast in Frankfurt am Main. hema

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