Berlin : Was „MEM 14 14“ mit dem Gehirn macht

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Sobald wir etwas lernen, ändern sich in unserem Gehirn die Synapsen. Das funktioniert so: Das Gehirn besteht aus rund 100 Milliarden Nervenzellen, auch Neuronen genannt. Die Kontaktstelle, an der sich zwei Neuronen treffen, ist die Synapse. Wird ein Neuron aktiviert, steuert das Signal das Ende des Neurons an, „Präsynapse“ genannt, dort wird das Signal weitervermittelt, über Botenstoffe, die in Bläschen gespeichert sind. Die Bläschen öffnen sich, die Botenstoffe streben zum benachbarten Neuron, der „Postsynapse“. Wenn wir lernen, vergrößern sich die Synapsen und werden mit zusätzlichen Botenstoffen bestückt. In diese Kaskade greifen Medikamente gegen das Vergessen ein. MEM 14 14 etwa blockiert eine Substanz namens PDE. PDE baut das Molekül cAMP ab. cAMP aktiviert „Creb“, ein Gen im Zellkern, das wiederum zahlreiche Gene aktiviert, die Folge: Es bilden sich Eiweiße, die die Synapse „stärken“: Sie wird größer und mit mehr Botenstoffen gefüllt, die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen verbessert sich – und wir lernen. bas

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