Berlin : We kehr for you

Die Stadtreinigung präsentiert ihre „Kehrenbürger“ neu – damit täglich Aktionstag sein kann.

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Mit dem einen Tag soll es nicht getan sein, sagt sich die Berliner Stadtreinigung. Sie nahm den Aktionstag zum Anlass für einen Relaunch der eigenen, unbefristeten „Kehrenbürger“-Kampagne. „Wir freuen uns über die vielen Menschen und Initiativen, die sich für ihren Kiez, für Plätze und Grünflächen einsetzen“, so Vera Gäde-Butzlaff. „Dieses bürgerschaftliche Engagement verdient unser aller Wertschätzung. Um solches Engagement noch besser unterstützen zu können, haben wir unsere Internet-Plattform für ,Kehrenbürger’ verbessert und auf Facebook eine interaktive Plattform geschaffen, mit der sich alle Engagierten vernetzen können.“

Bereits 1999 startete die BSR mit „We kehr for you – Wir bringen das in Ordnung“ eine Sympathiekampagne, die auch der Einbindung der Bürger in ihre Mitverantwortung beim Thema öffentliche Sauberkeit diente. „Wir fühlen uns auch über den eigentlichen Reinigungsauftrag hinaus für die Sauberkeit in der Stadt verantwortlich“, so Unternehmenssprecher Bernd Müller. So appelliert man an die Mitverantwortung jedes Einzelnen, durch ordentlicheres Verhalten dazu beizutragen, dass der Reinigungserfolg länger sichtbar ist. Darüber hinaus unterstützt die Stadtreinigung Aktivitäten, um Bereiche sauber zu halten, in denen sie selbst nicht zuständig ist. Dazu gehören beispielsweise Grünanlagen und Kinderspielplätze, aber auch Waldstücke, Wohngebiete und Innenhöfe.

Erste freiwillige Putzaktionen wurden 2002 unter dem Motto „Wenn Sie auch mal was loswerden wollen“ initiiert. Drei Jahre später wurden mit der Kampagne „Auf die Plätze, Straßen, Los“ auch die „Kehrenbürger“ initiiert, wie die ehrenamtlichen Helfer seitdem bezeichnet werden. Gleichzeitig wurde die BSR Mitglied der weltweiten Initiative „Clean Up the World“, die in jedem Jahr rund 35 Millionen Menschen in 130 Ländern rund um den Globus zu Reinigungsaktionen mobilisiert. In Berlin ist man bereits seit 2006 ständiger Partner des Freiwilligentags.

Die Stadtreinigung, die auch die Tagesspiegel-Aktion „Saubere Sache“ und die Partner-Veranstaltung „Berlin – unsere saubere Stadt“der Initiative „WirBerlin“ unterstützt, fördert jährlich rund 60 kleinere Aktionen mit „Kehrpaketen“ – Besen für Erwachsene und Kinder, Warnwesten, Handschuhe, Greifzangen und Müllsäcke. Auch Plakate zur Ankündigung der Veranstaltungen im Kiez sind Teil der „Kehrpakete“. Eine intensive Zusammenarbeit gibt es auch mit den Quartiermanagements sowie mit Initiativen wie der Neuköllner Schüleraktion „Attacke gegen Hundekacke“, dem Pfadfinderstamm Oberschöneweide, dem Körnerkiez, dem Umwelttag der Carl-Schurz-Grundschule sowie dem Besser-Sauber-Tag der Loschmidt- und anderen Schulen sowie Kitas.

Auch eine eigene Webplattform gibt es (www.kehrenbuerger.de), die sich jetzt „neu rausgeputzt“ in neuer Form präsentiert und als Plattform dienen soll, um Initiativen auch außerhalb von Aktionstagen bekannt zu machen, Gleichgesinnte anzusprechen und zur Nachahmung zu animieren, den Vernetzungsgedanken zu stärken und engagierte Bürger noch leichter an die „Kehrpakete“ kommen zu lassen. „Wir engagieren uns über unsere Kernaufgabe hinaus für unsere Stadt“, sagt Vorstandschefin Vera Gäde-Butzlaff: „Mit der Dreckecken-Hotline nach unserem Frühjahrsputz, mit unserer Kehrenbürgeraktion, mit der Beteiligung an vielen Aktionen in der Stadt und mit der Förderung von Kinder- und Jugendprojekten, um bereits den jungen Menschen ihre Verantwortung für eine schöne Stadt zu verdeutlichen.“Rainer W. During

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