WEGE DES SPORTS : Tanz den Lindy Hop

START IM ADMIRALSPALAST



Am 10. Dezember 1912 fand im Admiralspalast in der Friedrichstraße das erste Tanzturnier Deutschlands statt. Es war die Geburtsstunde des Tanzes als sportliche Disziplin. Tanzen wurde fortan auch als offizielle Sportart und nicht mehr nur als vergnüglicher Zeitvertreib betrachtet. Mehr als 80 Paare traten an dem Abend gegeneinander an. Die Gewinner des Wettbewerbs hießen Niki Georgewitsch und Baronin von Tiefenthal. Damals war der Tanzsport noch überwiegend ein Metier des gehobenen Bürgertums.

MODISCHE SCHRITTE

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Onestep, Tango und Boston die beliebtesten Disziplinen. Vor allem gegen Ende der zwanziger Jahre geriet Europa ins Tanzfieber. Damals brachten Rhythmen aus Übersee die deutschen Tanztees in Bewegung. Die Lieblingstänze hießen nun Charleston, Shimmy, Lindy Hop – letzterer war nach dem Atlantikflieger Charles Lindbergh benannt.

OHNE REGELN DURCH DEN SAAL

Eine einheitliche Schrittfolge gab es damals noch nicht. Erst 1961 wurde mit dem Welttanzprogramm ein Schrittkatalog für die verschiedenen Tänze entwickelt. Nach diesen Regeln wird auch heute noch in Tanzschulen gelehrt.

MODERNE VIELFALT

Das Spektrum der Tanzrichtungen ist heute breit gefächert: Karnevalistische Tänze, Country Dance und Rollstuhltanz sind im deutschen Tanzsportverband vertreten. Über 200 000 Mitglieder sind dort organisiert. cr, mlh

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben