Berlin : Weiterleben in guten Werken Gala-Dinner für Mukoviszidose-Kranke

Sabine Beikler

Wie bringt man ein Gemälde mit dem sperrigen Titel „Ex-Bankier mit Lackschuhen spielt an seinem Privatstrand mit den erwachsenen Söhnen von Wilhelm Tell“ gewinnbringend an den Meistbietenden? Man braucht einen „Mann mit dem Hammer“ wie den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, der mit Charme, Humor und wortreicher Unterstützung seiner „persönlichen Freundin“ Gayle Tufts die 176 Gäste beim Benefiz-Dinner der Christiane-Herzog-Stiftung zu immer neuen Geboten für das Werk von Gustavo motivierte. Der Hammer fiel bei 22 500 Euro – und es war nicht das einzige Kunstwerk, das am Freitagabend im Restaurant „Hugos“ im Hotel Interconti neue Besitzer fand. Insgesamt wurden bei diesem Gala-Dinner zugunsten Mukoviszidose-kranker Menschen 166 650 Euro gesammelt und gespendet.

Immer noch ist Mukoviszidose die häufigste Erbkrankheit in Deutschland, unter der etwa 6000 bis 8000 Betroffene leiden. Christiane Herzog, der verstorbenen Frau des früheren Bundespräsidenten, ist es gelungen, dass die unheilbare Krankheit bekannt wurde. In diesem Jahr war es das sechste Mal, dass mit einer Gala das Spendensammeln angekurbelt wurde. Und viele, die sich für Mukoviszidose-Betroffene engagieren, waren auch gekommen. Unter denen, die bei kanadischem Hummertartar und Kalbsfilet im Kartoffel-Bohnenfondue die Kulisse des nächtlichen Berlin genossen, waren der Stiftungs-Vorsitzende Rolf Hacker und die Herzog-Söhne Markus und Hans-Georg mit ihren Ehefrauen.

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