Berlin : Wem die Sterne lächeln

Von Richard Gere bis Daniel Brühl: In dieser Woche kommen die Filmstars Schlag auf Schlag

Andreas Conrad

Dies wird die Woche der Stars, der Premieren, Interviews, Fototermine. Pro Tag mindestens einer – fast fühlt man sich wie in Filmfestspielzeiten. Ja, die Sterne, nationale wie internationale, lächeln dieser Stadt in den nächsten Tagen besonders heftig und nachhaltig zu, selbst in der Titelauswahl der Filmkunstwerke spiegelt sich das wieder. Es fängt gut an: „Das Lächeln der Sterne“. Eine Romanze mit dem ewigen Verführer Richard Gere, mittlerweile ein Mann in den so genannten besten Jahren, dies schon eine ganze Weile. Montagabend feiert der Film im Cinemaxx am Potsdamer Platz Premiere, mit dem ehemaligen „Mann für gewisse Stunden“ kommen seine Filmpartnerin Diane Lane und Regisseur George C. Wolfe, um den am 16. Oktober startenden, auf einem Bestseller von Nicholas Sparks basierenden Film zu bewerben. Heute gibt es dazu schon Interviews in Serie, morgen ebenfalls, der Abend im Kino ist dagegen reinste Erholung. Übrigens geht es in dem Film um junge Liebe im reiferen Alter, das Thema liegt offenbar im Trend.

Nicht ganz so weit ist die Anreise des Franzosen-Teams, das sich ebenfalls heute in Berlin zu „Paris, Paris – Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück“ befragen lässt. Gérard Jugnot, Darsteller des Titelhelden, gehört dazu, seine Kollegen Pierre Richard, einst „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“, und Nora Arnezeder, dazu Regisseur Christophe Barratier. Der Film spielt Mitte der dreißiger Jahre und schildert die Nöte der Belegschaft des Musiktheaters „Chansonia“, ihr geschlossenes Haus mit einer neuen Show wiederzubeleben. Gar nicht so einfach, wenn der Obergangster des Viertels ein Auge auf die Hauptddarstellerin geworfen hat. Zum Glück gibt es den legendären Monsieur Radio, einen ehemaligen Starkomponisten, gespielt von Richard.

Am Mittwoch wird am Potsdamer Platz schon wieder ein roter Teppich ausgerollt, diesmal vor dem Cinestar. Dort hat am Abend der neue Film der Brüder Joel und Ethan Coen Premiere: „Burn After Reading“. Nach dem düsteren Vorgänger „No Country For Old Men“ diesmal eine satirisch angelegte Komödie um das Manuskript der Memoiren des suspendierten CIA-Agenten Ozzie Cox (John Malkovich), die dieser dummerweise im Fitness-Studio liegenlässt. Man sollte es nach dem Lesen am besten verbrennen – das ist die Regel im klassischen Agentengenre. Doch die Fitnesstrainerin Linda Litzke (Frances McDormand) und ihr etwas dümmlicher Kollege Chad Feldheimer (Brad Pitt) wittern das große Geschäft mit den geheimen Staatsdingen – nicht ahnend, dass die Liebesaffären des sexuell umtriebigen Regierungsbeamten Harry Pfarrer (George Clooney) die Erpressungsversuche behindern. Ein Staraufgebot also, dass für mehrere Premieren reicht, man darf gespannt sein, wer wirklich kommt. Der Verleih Tobis hat es offiziell noch nicht verraten, da aber Brad Pitt als künftiger Hauptdarsteller in Tarantinos neuem Film samt Gattin Angelina Jolie in der Stadt sein soll, scheint er als Gast auf dem roten Teppich ziemlich sicher zu sein.

Am Mittwoch gibt es noch zwei weitere Premieren: Zunächst „10 Sekunden“, im Filmtheater am Friedrichshain, der den Zusammenstoß zweier Flugzeuge über dem Bodensee 2002 zum Anlass für eine Geschichte um Schuld, Schmerz, Liebe nimmt. Unter der Regie von Nicolai Rohde spielten Marie Bäumer, Wolfram Koch, Sebastian Blomberg, Filip Peeters und Hannah Herzsprung. Ebenfalls am Mittwoch wird in der Kulturbrauerei „Schöner Mittwoch“ von Hannes Stöhr gefeiert, mit ihm und den Schauspielern Paul Kalkbrenner, Corinna Harfouch, Rita Lengyel und Araba Walton als Stargästen. Am Freitag schließlich feiert wiederum im Cinestar die Otfried-Preußler-Verfilmung „Krabat“ Premiere. Angekündigt sind die Darsteller David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Anna Thalbach, Hanno Koffler sowie Regisseur Marco Kreuzpaintner.

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