Berlin : Werther leidet im Weekend Goethes Roman wird

im Club am Alex verfilmt

Es dürften einige Herzen sein, die jedes Wochenende im „Weekend“ gebrochen werden – manche nur für eine Nacht, manche für immer. Auch der junge Mann, der Morgen den Club am Alexanderplatz betritt, sucht keinen schnellen One-Night-Stand. Er ist verliebt, sehr sogar. Leider bleibt seine Liebe unerfüllt und er bringt sich um. Werther ist sein Name und in diesem Fall ist er die moderne Version des Protagonisten aus Goethes Briefroman von 1774.

Der ZDF-Theaterkanal verfilmt „Die Leiden des jungen Werther“ jetzt in Zusammenarbeit mit Arte und 3 sat fürs Fernsehen. Zurzeit laufen die Dreharbeiten in Berlin, gestern stellte sich das Filmteam im „Weekend“ vor, wo einige Szenen gedreht werden.

Mit dabei ist auch Hannah Herzsprung. Sie spielt Lotte, die Frau, in die sich Werther verzweifelt verliebt. In Jeans stellte sie sich den Fotografen, aber ob sie denn nun selbst Liebeskummer kennt, wollte sie ebenso wenig beantworten, wie Fragen zum „Dschungelcamp“-Auftritt ihrer Mutter. Stattdessen lächelte sie kurz bezaubernd ins Blitzlicht und verschwand wieder zurück ans Set. Allerdings hat Hannah Herzsprung 2008 auch viel zu tun: Sie steht für Bernd Eichingers „Der Baader-Meinhof Komplex“ vor der Kamera und dreht an der Seite von Kate Winslet mit „Der Vorleser“ ihre erste internationale Produktion. Auf der bald beginnenden Berlinale ist sie als „Shooting Star 2008“ nominiert.

Jetzt verdreht sie als Lotte aber erst mal wieder „Werther“ den Kopf. Er wird von Stefan Konarske gespielt, Lottes Verlobten Albert spielt David Rott. Regisseur und Produzent Uwe Janson übersetzte den „Werther“ in die heutige Zeit. „Emotionen wirken heute immer sehr inszeniert und alles wird dafür getan, das Thema Tod aus dem Leben auszuklammern“, sagte Janson gestern. Mit seinem Film wolle er dazu beitragen, dass selbstverständlicher mit dem Tod umgegangen wird. Bis zum 8. Februar wird noch in Berlin gedreht, danach geht es nach Thüringen. Im Herbst soll „Werther“ dann auf Arte zu sehen sein. sop

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