Berlin : Wetter in Berlin: Winterschluss-Stimmung in der Stadt

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Sie fröstelt selbst noch ein bisschen, aber gab sich reichlich Mühe. Silbrig-kühl strahlte die Sonne gestern vom beinahe blauen Himmel - pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn. Zwar stieg das Thermometer am 1. März nur auf knapp sieben Grad, doch die empfundene Temperatur lag bei vielen schon um einiges höher. Endlich wieder freundliche Helligkeit! Nichts wie draußen das Gesicht den wärmenden Strahlen entgegen strecken. Selbst die Krokusse recken nun die Köpfe. Es herrscht Winterschluss-Stimmung in der Stadt, auch deshalb ein Blick zurück: Frostgrade gab es im Winter 2000/2001, aber dosiert. Im Rückblick präsentierten sich die drei Monate Dezember, Januar und Februar um durchschnittlich 1,2 Grad zu mild. Der kälteste Wintertag war der vergangene Sonntag mit minus zehn Grad in der Innenstadt, wo sich Wärme länger hält, und bis zu minus 13 Grad in den Außenbezirken. Der Wetterdienst Meteofax berichtet von "Wetterkapriolen" - tatsächlich ging es bei den Werten zu wie auf einer Achterbahn. Am 5. Februar Glatteischaos, drei Tage später wieder plus 13 Grad. Am 16. Februar plus elf Grad, eine Woche später erneuter Wintereinbruch mit Eis und Schnee. Bis zu 20 Zentimeter kamen vom Himmel - zur Freude auch der Kinder. So schön sauber und rein präsentiert sich Berlin selten. Bis fast alles dahin schmolz - auch wenn die Sonne mit 68 Stunden nur 94 Prozent vom Soll erfüllte. Dank des Dezembers gab es übern ganzen Winter 21 Prozent mehr Sonnenschein als üblich. Lange in Erinnerung bleiben wird Heiligabend 2000 mit Weißer Weihnacht, rechtzeitig zur Bescherung. Wegen der aufeinander prallenden Wetter-Fronten gab es sogar an drei Tagen Gewitter. So wie der Winter endete, geht es nun mit dem Frühling weiter: unstet. Ob es am Wochenende trocken bleibt oder erneut eine Winterwalze über die Stadt rollt, zeigen die Wettermodelle noch nicht exakt. Eines ist aber gewiss: Wie so oft in den vergangenen Wochen soll es zum Stichtag Mittwoch wieder wärmer werden.

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