Berlin : Wir Senioren

Christian van Lessen

Jetzt haben wir endlich einen Supermarkt, in dem ältere Menschen bequemer einkaufen können. Wer fühlt sich angesprochen, ab wann greift das Alter? Ab der Geburt, sagen Spitzfindige. Die Handelsleute, die den seniorengerechten Supermarkt vorstellten, sind vorsichtiger. Sie wollen natürlich auch an Junge verkaufen, an jüngere Ältere und ältere Jüngere. Rückt der Begriff des „Seniors“ nicht ohnehin immer mehr in Juniorennähe? Von Sportvereinen wissen wir, dass kurz nach der Volljährigkeit das Seniorenzeitalter beginnt. In Job-Centern gehören schon 24-Jährige zur Gruppe der „lebensälteren Bewerber“. Mit anderen Worten: Ein Senioren-Supermarkt ist zwangsläufig für alle da. Und alle Altersgruppen würden sich vermutlich über weitere Verbesserungen freuen. Einen Einpackservice etwa oder freundliche Berater, die Kunden vor der Kasse rechtzeitig darauf hinweisen, doch bitte ans Zahlen zu denken und das Portemonnaie bereitzuhalten; nicht erst zu kramen, wenn der Kassenbon ausgespuckt ist. Speziell geschultes Personal könnte auch bei der Suche nach Münzen behilflich sein. Viele Käufer tun sich schwer. Eine Frage des Alters? Von wegen! (Seite 10)

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