Berlin : WM-Ball rollt zum Finale wieder vors Tor

Der Fußball-Globus kehrt zum Weltmeisterschaftsendspiel auf den Pariser Platz zurück

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Der Reiseplan des WMBalles vor dem Brandenburger Tor ist perfekt durchorganisiert: Bis Anfang November wird der Globus in Berlin zu sehen sein, bis zum Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft im Juni 2006 wird er dann jeweils für sieben Wochen in den elf anderen WM-Städten aufgebaut. Als Nächstes ist Frankfurt am Main dran, dort wird er vor der Alten Oper stehen. So viel war bislang klar. Aber wo steht der Ball eigentlich während der Fußball-Weltmeisterschaft? Die Überraschung: „Wir werden den Ball zum WM-Finale wieder nach Berlin zurückholen.“ Das hat Künstler André Heller jetzt dem Tagesspiegel verraten.

Die Gründe sind logisch: Am 9. Juni 2006 wird in München das Eröffnungsspiel stattfinden, dann wird der WM-Ball Teil der großen Eröffnungsfeier sein. Anschließend werden die Spiele in den zwölf WM-Städten ausgetragen. In dieser Zeit wird der Globus abgebaut und kurz vor dem Finale, das am 9. Juli 2006 im Berliner Olympiastadion stattfinden soll, wieder aufgestellt – vermutlich wieder auf dem Pariser Platz. „Es gibt für so ein schönes Ereignis keinen besseren Standort als Berlin und das Brandenburger Tor“, sagt Heller.

Die Berliner dürfte das freuen: Seit der WM-Ball am Freitag eröffnet wurde, kamen schon mehr als 10 000 Besucher in den Ball, um sich die vielen Ausstellungsstücke der Fußball-Geschichte anzuschauen, sich zu informieren oder an Videowänden einfach nur zu spielen.

Am Sonntag fand in dem Ball auch der erste Diskussionsabend statt. Moderiert von Jochen Hieber sprachen der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Jutta Limbach, Präsidentin des Goethe-Instituts, und Tagesspiegel-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo über Kultur und Politik im Sport. Wowereit versprach, sich für Leipzigs Olympia-Bewerbung 2012 stark zu machen. Derzeit bewirbt sich Berlin um die Austragung der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009. „Die Kontakte, die wir im Vorfeld knüpfen, können dann auch Leipzig nützen.“ Im November, wenn sich der Welt-Verband der Leichtathleten in Berlin trifft, wird Wowereit deshalb seinen Leipziger Kollegen Wolfgang Tiefensee nach Berlin einladen. AG

Am heutigen Dienstag liest der englische Schriftsteller Tim Parks um 20 Uhr im WM-Ball aus seiner Fußball-Geschichte „A Season with Verona“ (siehe auch Seite 21). Der Tagesspiegel verlost dafür fünfmal zwei Eintrittskarten. Interessenten schreiben eine E-Mail an die Adresse extra@tagesspiegel.de unter Angabe ihrer Telefonnummer.

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