Berlin : Wo Geister raunen

Wie aus weiter Ferne erklingt der Matrosenchor, während Tristan und Isolde in Wagners Oper auf See um Rache und Liebe ringen. Tatsächlich stehen die 60 Sänger im „Geisterchor“, einem Raum unter den ersten Parkettreihen, dessen Wand an den Orchestergraben grenzt. Die Holzläden vor den Durchbrüchen werden geöffnet, der Chor singt zum Orchester hin. So wird der Gesang reflektiert und verzögert. Das klingt, als kämen die Stimmen von weit her. Der Effekt lässt sich auch elektronisch erzeugen, doch viele Dirigenten bevorzugen den klassischen Geisterchor. CS

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