Berlin : Wolfgang Heinrich Fischer: Laserstrahlen über dem Reichstag

rcf

Wolfgang Heinrich Fischer war auf dem Weg zum Sport, als er sinnend vor dem erleuchteten Reichstag stehenblieb. Da schossen plötzlich aus dem Dunkel der Nacht grüne Laserstrahlen hervor und legten sich in Form einer Pyramide über den Bau. Nein, betrunken war er nicht, sagt der Künstler. "Ich hatte eine Vision." Dreizehn Jahre ist das jetzt her, und seitdem kämpft Fischer um die Realisierung seines "Wahrzeichen Reichstag". Um Anhänger zu sammeln, stellt er jetzt sein Werk en miniature aus.

Boulevard Berlin:
Was die Stadt bewegt...

Am Dienstagabend war Ausstellungseröffnung im Palais am Festungsgraben. Am Modell konnten die Gäste bestaunen, wie sich auf Höhe der Turmspitzen die Basis der Pyramide aus Laserstrahlen bildete. Von ihren Eckpunkten aus sausten Strahlen empor, um sich dann - so wäre es in der Realität - 120 Meter über dem Gelände im Scheitelpunkt zu treffen. An dieser Stelle überkreuzen sich die Strahlen und verlieren sich als umgekehrte Pyramide in der Unendlichkeit. "Kraft aus der Vereinigung", "grün wie die Hoffnung", "Mahnmal zur gemeinsamen Verantwortung für Gerechtigkeit und Frieden auf der ganzen Welt" - die Interpretationen sind zahlreich, wie die Bundestags-Abgeordneten Sigrun Klemmer (SPD), Ulrich Heinrich (FDP) und Edeltraud Töpfer (CDU) als Laudatoren bewiesen.

Für Fischer waren die Parlamentarier wichtige Gäste: Sie sollen - am besten Herrn Thierse direkt ins Ohr - weiter erzählen, welch passende Ergänzung die Installation für die ohnehin schon symbolträchtige Stätte wäre. Nur für ein Jahr und für nur vier Millionen Mark, wie der Vorsitzende des Fördervereins Bernd Wendland sagt. Unterschriften - schon 5000 - und Barspenden - noch fast nichts, weil die Büchse neulich mal aufgebrochen wurde - werden gerne entgegengenommen. Gleich am Modell links, noch bis zum 20. Februar, immer von 13 bis 20 Uhr.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben