Berlin : Würmer, Slips und Kaugummis

-

KURIOSES

In der Welt der Verkaufs- und Dienst-

leistungs-Automaten gibt es interessante Raritäten. In der Tegeler Straße im Wedding kann sich der Wochenendangler an einem Maden-Automaten

mit Ködern in Dosen eindecken. In

Lichtenberg gibt es einen Fahrradschlauchautomaten , in Niederschönhausen einen Heimwerkerautomaten mit Schrauben und Dübeln. Die Bar

„Zu mir oder zu dir“ in Prenzlauer Berg hilft in heiklen Fällen mit einem Slipautomaten . Auch die klassischen roten Drehautomaten mit Kaugummi und

Nippes sind noch im Rennen, genauso wie die berühmten „PEZ-Automaten“, die mit Comicfiguren zum Sammeln

gefüllt sind. Am Ostbahnhof können

Singles nachts ihre Dreckwäsche

einem Automaten anvertrauen.

HERSTELLER

In Berlin werden auch Automaten hergestellt. Zu den Großen in der Branche zählt Bally Wulff am Maybachufer in Neukölln mit 380 Mitarbeitern, von denen allein 50 in der Entwicklungsabteilung beschäftigt sind. Bis zu 20 000 Geräte, vor allem Spielautomaten, werden von Bally Wulff pro Jahr ausgeliefert. Sielaff, Hersteller von Verkaufsautomaten, war auch mal ein Berliner Unternehmen, das aber nach dem Krieg in den Westen ging.

ZAHLEN

In Berlins Gaststätten stehen nach Schätzungen rund 12 000 Spielautomaten. Hinzu kommen 2000 Geräte in Spielhallen. Dafür kassiert der Senat rund acht Millionen Euro Vergnügungssteuer im Jahr. Etwa 9000 Zigarettenautomaten und 10 000 Snackautomaten verteilen sich über das ganze Stadtgebiet. loy

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben