• Zehn Jahre Verkehrsprojekte Deutsche Einheit: Eine neue Trasse außerhalb der Nebelzone

Berlin : Zehn Jahre Verkehrsprojekte Deutsche Einheit: Eine neue Trasse außerhalb der Nebelzone

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Die sieben Autobahn-Projekte sehen neben dem Ausbau der vorhandenen Strecken aus der Vorkriegszeit auch den Neubau von Verbindungen vor:
10. Lübeck-Stettin (A 20)
11. Hannover-Berlin (A 2), Berliner Ring
12. Berlin-Nürnberg (A 9)
13. Göttingen-Halle/Leipzig (A 38)
14. Halle-Magdeburg (A 14)
15. Kassel-Eisenach-Görlitz (A 44/A 4)
16. Erfurt-Schweinfurt/Bamberg

Größtenteils abgeschlossen ist der Ausbau auf sechs Fahrstreifen bei den vorhandenen Autobahnen. Darunter war mit der A 2 vom Ruhrgebiet über Hannover nach Berlin auch eine der längsten - und unfallträchtigsten - Baustellen auf Deutschlands Straßen, denn außerhalb der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit wurde auch der Abschnitt vom Kamener Kreuz in Nordrhein-Westfalen bis Hannover ausgebaut. Rund 4,85 Milliarden Mark hat der Bund in den Ausbau der insgesamt 407 Kilometer langen Strecke investiert. Rechtzeitig zur Expo in Hannover im vergangenen Jahr waren die Arbeiten bis auf kleinere Baustellen abgeschlossen. Integriert ist zudem der Ausbau des Berliner Rings im Süden und Osten, wo derzeit vor allem bei Ludwigsfelde noch gebaut wird.

Weitgehend abgeschlossen ist ferner der sechsstreifige Ausbau der A 9 von Berlin nach Nürnberg, der insgesamt 5,2 Milliarden Mark kosten soll. Dabei entstand bei Müncheberg eine rund zehn Meter höhere neue Trasse oberhalb der Nebelzonen. Schlechte Sicht hatte hier mehrfach zu schweren Unfällen geführt. Weitgehend abgeschlossen ist ferner die Erweiterung auf sechs Spuren bei der Verbindung von Eisenach nach Dresden, die vierspurig bis Görlitz weiterführt, wobei der Abschnitt Bautzen-Görlitz ein Neubau ist. 3,3 Milliarden Mark sind bisher für die A 4 Eisenach-Görlitz ausgegeben worden. Noch fehlt allerdings der Neubauabschnitt der A 44 zwischen Eisenach und Kassel. Hier fand vor einem Jahr der erste Spatenstich statt. Eine Baustelle ist auch noch die A 38 zwischen Göttingen und Halle.

Bei der 323 Kilometer langen Ostseeautobahn A 20 von Lübeck über Rostock nach Stettin, die knapp 4 Milliarden Mark kosten soll, rollt dagegen bereits auf rund 90 Kilometern zwischen Schönberg und Rostock der Verkehr. An mehreren Abschnitten wird derzeit gebaut. Fertig sein soll die gesamte Strecke etwa 2005. Sie schafft allerdings keine Direktverbindung von Berlin nach Usedom und Rügen. Die Urlaubsinseln sind weiter nur über Bundesstraßen zu erreichen, wobei nach Rügen eine neue Verbindung von der A 20 aus geplant ist.

Seit Ende 2000 fertig ist der erste Autobahnneubau in den östlichen Bundesländern zwischen Halle und Magdeburg. Befahrbar ist auch der erste Abschnitt der A 71 durch den Thüringer Wald zwischen Erfurt und Ilmenau. Hier sollten Autobahn und Eisenbahn zum Teil gemeinsam gebaut werden. Weiter geht es aber nur bei der Straße.

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