Berlin : Zum Abschied Joe Cocker und Jutta Limbach

Überraschungen auf dem Grünen-Fest für Michael Cramer und Wolfgang Wieland

Sabine Beikler

Wenn zwei populäre Grünen-Politiker wie Wolfgang Wieland, Innenpolitiker, Ex-Justizsenator und seit ein paar Tagen voll und ganz Brandenburger Spitzenkandidat, und der künftige EU-Abgeordnete Michael Cramer der Berliner Landespolitik den Rücken kehren, dann lassen sich die Parteikollegen einiges zum Abschied einfallen. Am Freitag hatten die Grünen auf die MS Hoppetosse in Treptow eingeladen. Streng vertraulich verliefen die Vorbereitungen, so dass nur einige vom Überraschungsgast wussten: Jutta Limbach, Ex-SPD-Justizsenatorin, später Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und heute Präsidentin des Goethe-Instituts Inter Nationes, hielt eine amüsante Laudatio auf die beiden.

Wieland und Cramer seien dem bedrohlichen Hinterbänkler-Dasein wegen der Grünen-Frauenquote mit „Tricks“ begegnet. „Weibliche Insignien zur Provokation“ habe Cramer sich zu eigen gemacht und während der Sitzungen zu stricken begonnen. Und Wieland habe mit seiner brillanten Rhetorik den „Adrenalin-Spiegel“ des Parlaments stets in die Höhe getrieben. Beide Politiker hätten der Landespolitik mehr Farbe gegeben als Grün. Von Verbraucherschutzministerin Renate Künast, von der Fraktion und dem Landesverband wurden die beiden mit Geschenken überhäuft.

Zur Feier waren Freunde, politische Weggefährten und Fraktions-Vertreter gekommen: SPD-Fraktionschef Michael Müller, CDU-Fraktionschef Nicolas Zimmer sowie FDP- und PDS-Abgeordnete. Für den bärtigen Michael Cramer hatten seine Noch-Fraktionskollegen einen besonderen Überraschungsgast eingeladen: das Joe Cocker-Double „Mr. Pete“. Cocker-Fan Cramer hat’s gefreut: Ähnlichkeiten zwischen ihm und Cocker sind nicht zu leugnen.

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