Berlin : Zwei neue Brücken für die Späthstraße

Trassenverlegung für den Autobahnbau / Zusätzliche Bundesmittel für Anschluss nach Schönefeld

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Berlin hat zwei Brücken mehr. Im Doppel wurden gestern die „Neue Späthbrücke“ über den Teltowkanal und die „Anna-Nemitz-Brücke“ über die künftige Teltowkanalautobahn für den Verkehr frei gegeben. Rund 14 Millionen Euro haben die Bauwerke gekostet. Zahlen wird der Bund, da sie zum Autobahnprojekt gehören.

Um eine Anschlussstelle an der Späthstraße bauen zu können, musste die Straße auf einer Länge von etwa einem Kilometer verlegt werden. Die dabei entstandene „Neue Späthbrücke“ ist eine Stahlbogenkonstruktion mit der Stützweite von 57 Metern. Die alte Brücke bleibt als Denkmal stehen, wird aber nicht mehr genutzt. Die „Anna-Nemitz-Brücke“ von der Späthstraße über der Autobahntrasse ist eine 33 Meter lange Stahl-Beton-Konstruktion. Benannt ist sie nach der SPD-Politikerin Anna Nemitz, die von 1911 bis 1962 in Berlin lebte. 1918 gehörte sie als einzige Frau dem Arbeiter- und Soldatenrat Charlottenburg an. 13 Jahre lang – bis 1933 – war sie Abgeordnete im Reichstag. 1945 gehörte Anna Nemitz zu den Mitbegründerinnen der SPD in Köpenick. 1946 wurde sie Mitglied des Landesparlaments und blieb es bis 1954. Zu ihrem 80. Geburtstag 1953 wurde sie Stadtälteste.

Für die Autobahn A113 am Teltowkanal entlang stellt der Bund zusätzliche Mittel bereit, so dass sie 2006 fertig werden kann. Sie verbindet das neu entstehende Dreieck Neukölln mit dem Berliner Ring A10 und stellt später den Anschluss zum neuen Flughafen in Schönefeld her. kt

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