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Verfahren gegen Pinar Selek

in Istanbul vertagt



Der neue Strafprozess gegen die im deutschen Exil lebende Soziologin Pinar Selek ist auf den 22. Juni vertagt worden. Ein Schwurgericht in Istanbul bestätigte damit einen früheren Freispruch für Selek und widersprach dem Obersten Berufungsgericht in Ankara, das eine Verurteilung der Angeklagten verlangt hatte. Als Anhängerin der verbotenen Rebellengruppe Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) soll Selek 1998 bei einem Anschlag im Gewürz-Basar von Istanbul den Tod von sieben Menschen verschuldet haben. Gutachter stellten jedoch fest, dass damals ein Gasbehälter explodiert sei. Obwohl die damals 27-jährige Angeklagte gefoltert und zweimal freigesprochen wurde, befand sie das Oberste Berufungsgericht der Türkei im November für schuldig und ordnete die Neuverhandlung an. „Ich bin glücklich über diese Entscheidung“, sagte die Autorin. „Ich freue mich, dass das Gericht dem politischen Druck widerstanden hat.“ AFP, dpa

Ägyptischen Museum:

70 Altertümer im
beschädigt

Bei einem Einbruch während der Unruhen in Kairo sind im Ägyptischen Museum 70 Altertümer beschädigt worden. Es sei aber keines der 125 000 Ausstellungsstücke gestohlen worden, sagte der Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawass. Im Januar war es im Ägyptischen Museum, wo auch der Schatz des Tutanchamun ausgestellt ist, zu Plünderungen gekommen. Arabische Fernsehsender zeigten Bilder von umgestürzten Figuren in der weltberühmten Antikensammlung. Mittlerweile wird das Museum vom Militär geschützt. dpa

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