... Zugeschlagen : ... Zugeschlagen

4) Manfred Lütz:

Irre (Gütersloher Verlagshaus, 208 S., 17,95 €)

Ein wahrhaft informatives, ein in seiner Argumentation ebenso scharfsinniges wie schlagfertiges Plädoyer gegen die Ausgrenzung psychisch Kranker, geschrieben von einem sprachmächtigen Psychiater und Theologen.

3) Eckhart von Hirschhausen: Glück kommt selten allein (Rowohlt, 384 Seiten, 18,90 €)

Der Autor sucht sein Heil in der Zenartigen Wiederholung von Weisheiten wie: „Ärger, den man nicht gehabt hat, hat man nicht gehabt.“ Analog möchte ich als Kritiker sagen: „Bücher, die man nicht gelesen hat, hat man nicht gelesen.“ Zu meinem Ärger habe ich dieses aber gelesen.

2) Helmut Schmidt, Fritz Stern: Unser Jahrhundert (C. H. Beck, 288 Seiten, 21,95 €)

Ab wann wird Reichtum obszön? Wer hat eigentlich mehr auf dem Kerbholz: Bush junior oder Bush senior? Und weshalb hätte unter den Bedingungen der Mediendemokratie heute ein Bismarck weniger Chancen als ein Franz Josef Strauss? Dieses Buch ist ein echter Lichtblick: Zwei Menschen, ebenso gebildet wie gescheit, Altkanzler Helmut Schmidt und Historiker Fritz Stern, eine Art Waldorf und Statler des Geistes, sprechen, streiten und spekulieren über Sternstunden der Weltgeschichte.

1) Michael Mittermeier: Achtung Baby! (Kiepenheuer & Witsch, 259 Seiten, 14,95 €)

Viele Menschen finden diese Aneinanderreihung flauer Gags über die mitunter absonderlichen Stimmungsschwankungen und Heißhungerattacken Schwangerer sowie die Pipi-, Kacka- und Kotzgewohnheiten von Kleinkindern offenbar lustig. Mich hat dieses Buch nur zweimal zum Lachen gebracht: als ich hörte, welchen Vorschuss der Autor dafür bekam, und als ich sah, dass es auf Platz eins der deutschen Bestsellerliste steht.

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